2019-01-04 waz/nrz (online) on 'n.i.a.l.t. at lisaluna':
'Eine künstliche Fliege für die Ewigkeit' by Steffen Tost

 

Der Installationskünstler Sven Piayda gewinnt den Preis des Duisburger Lisaluna-Filmfestivals per Losentscheid.

Die Entscheidung fiel zwar per Losentscheidung und der Preis ist undotiert, Sven Piayda freut sich aber trotzdem über die Siegertrophäe des dritten Duisburger Kurzfilm-Kurzfestival Lisaluna. Es handelt sich um eine Fliege und sie stammt aus dem Trickfilm „Urwald“, der beim ersten Festival lief. Auch Jury-Entscheidungen sind nicht immer objektiv, aber Piayda hatte den Eindruck, dass sein Film bei den Kollegen und dem Publikum gut angekommen sei.


Neben dem 41-Jährigen, der 2016 mit dem Förderpreis des Ruhrpreises ausgezeichnet wurde, hatte mit Barbara Deblitz eine zweite Mülheimer Künstlerin an dem Festival teilgenommen, die sich von den 16 Teilnehmern mit dem kürzesten, nur 18 Sekunden Beitrag („Pop-Up live“) abhob. Piayda schwärmt von der tollen, familiären Atmosphäre des Festivals, das ganz unprätentiös in einem nur 20 Quadratmeter großen Raum im Keller der Sankt Joseph Kirche direkt am Dellplatz lief, wo es mit dem Filmforum auch ein festivaltaugliches Kino gibt.

Foto, Video und Sound sind Piaydas Metier

Als Filmemacher ist der in Gelsenkirchen geborene Piayda, der seit einigen Jahren in Mülheim lebt, bislang noch nicht hervorgetreten. Aber Foto, Video und Sound sind sein Metier. Mit diesen Elementen kreiert er Installationen, für die lange Kameraeinstellungen kennzeichnend sind. Auch bei der Jahresausstellung in der Alten Post waren sie zu sehen. Er hatte schon immer vor, sie zusammenzuschneiden, um eine größere Aussage zu erlangen. Thematisch passten einige Installationen, drei, vier Szenen habe er für den siebeneinhalb Minuten langen Film nachproduzieren müssen. Es geht in „Never is a longtime“ um die Eroberung des Weltraums durch den Menschen, um die Suche nach neuen Wirklichkeiten und wie dieses Vordringen in neue Dimensionen inszeniert wird.

Unterlegt hat Sven Piayda die Bilder mit einem Cello-Stück des italienischen Barock-Komponisten Antonio Montanari und dem „Rauschen der Saturnringe“. Es ist Material der Nasa von Schwingungen einer Voyager-Mission, die er in Sound verwandelt hat. Auch das Barock-Stück hat er elektronisch so stark bearbeitet, dass es kaum noch erkennbar ist und an den Klang einer Orgel erinnert.

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2018-12-21 rheinische post online on 'n.i.a.l.t. at lisaluna':
'Der kürzeste Film dauert nur 18 Sekunden' by Olaf Reifegerste

 

Im Keller der Sankt-Joseph-Kirche fand zum dritten Mal das Duisburger „Kurzfilm-Kurzfestval“ LISALUNA statt. Der Preis wird per Losentscheid ermittelt.

Zum dritten Mal seit seiner Gründung vor zwei Jahren fand auch diesmal das inzwischen äußerst beliebte Duisburger Kurzfilm-Kurzfestival LISALUNA statt. Ort der proppenvollen Veranstaltung war erneut der kleine Keller der katholischen Pfarrkirche Sankt Joseph unter dem Dellplatz. Von den Festivalmacherinnen Christina Böckler, Elisabeth Höller und Luise Hoyer organisatorisch wieder perfekt in Szene gesetzt, wurden dort 16 kurze und sehr kurze Filme von Künstlern aus Duisburg und Umgebung gezeigt. Durch Losentscheid gewonnen hat den diesjährigen LISALUNA-Preis der Film „Never Is A Long Time“ von Sven Piayda..


Der 1977 in Gelsenkirchen geborene, von 1998 bis 2003 an der Universität Duisburg-Essen Gestaltungstechnik studierende und heute in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Piayda ist ein konzeptionell-visuell agierender Künstler, der Fotografie, Video, Klang als auch computermanipuliertes wie computergeneriertes Bildmaterial verwendet. Ende nächsten Jahres widmet ihm der Kunstraum „SG1“ in Duisburg eine Ausstellung mit Fotografie, Video und Sound – Titel: „If An Only If“. Auffällig an der LISALUNA 2018-Ausgabe war die deutliche Qualitätssteigerung aller Wettbewerbsbeiträge gegenüber den beiden Vorjahresangeboten und das vergrößerte Einzugsgebiet der teilnehmenden Künstler. Waren es 2016 noch überwiegend Duisburger Filmemacher, die am Festival teilnahmen, kam die Mehrzahl 2018 aus Städten wie Oberhausen, Mülheim, Düsseldorf, Wuppertal und sogar Braunschweig. Neben Duisburg gab es den bundesweiten „Tag des Kurzfilms“, der seit 2012 veranstaltet wird, auch an 307 anderen Orten der Republik.

Dauerte der kürzeste Film in diesem Jahr nur 18 Sekunden (Barbara Deblitz: „Pop-Up live“), war der längste Streifen ganze neun Minuten und 42 Sekunden lang (Lisa Domin: „Faxen“). Auch gab es diesmal mehr politische sowie medien- und kunstkritische Kurzfilme als sonst, darunter Stacey Blatts „Erasing Trump“, Conrad Veits „Beyond the Border“ und Susan Feinds „Da bin ich“. Da alle gezeigten Filme aber gut gewesen wären, sagte Christina Böckler scherzhaft vor der dann folgenden skurrilen Preisvergabe, seien alle auch preisverdächtig. „Ziehungsgerät“ war nämlich das Publikum, das 16 aufgepustete Luftballons mit jeweils einem Filmtitel drin, durch die Luft des knapp 20 Quadratmeter kleinen Vorführungs- und Zuschauerraums wirbelte. Schließlich bestimmte Angelika aus dem Publikum – den „Lostrommelvorgang“ nicht beachtend – durch Fingerzeig Marthas Luftballon zum Sieger. In diesem befand sich dann der besagte Filmbeitrag von Sven Piayda. Der LISALUNA-Preis ist den Vornamen der drei Festivalmacherinnen entnommen: ELISAbeth Höller, LUise Hoyer und ChristiNA Böckler. Die LISALUNA-Fliege wiederum und somit der eigentliche Preis sind einer Figur aus dem Trickfilm „Urwald“ nachgebaut, der 2016 auf dem ersten Duisburger Kurzfilm-Kurzfestival lief. Das Mädchen, das die Fliege für diesen Film damals zeichnete, heißt Diana und war damals acht Jahre alt. Seitdem verwendet der Verein „Kultursprung“ als Veranstalter des Festivals das Motiv als Logo und Preis.

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2018-02-25 lokalkompass.de on 'adaptation (you´re mine)':
'Zwischen Tradition und Remix' by Katharina Wieczorek

 

Die Galerie Gublia in der Kreuzeskirchstraße 3 stellt unter dem Titel „ADAPTATION (You’re mine)“ Werke des Künstlers Sven Piayda aus. So wird durch Kunst ein kultureller Austauschort im Essener Nordviertel geschaffen.

Die Galerie Gublia stellt seit Freitag Werke des Künstlers Sven Piayda aus. Unter dem Titel „ADAPTATION (You’re mine)“ werden Besuchern unter anderem bereits bekannte Werke in einen neuen digital veränderten Rahmen vorgestellt. Der studierte Gestaltungstechniker Sven Piayda arbeitet mit dem Prinzip des Aufgreifens und Umgestaltens. Quellen der Inspiration sind für Sven Piayda Künstler, wie Louise Lawler oder Leonardo Da Vinci. Ebenfalls bietet ein Werk von der schwedischen Künstlerin Hilma Af Klint eine direkte Vorlage für den Künstler. Durch digitale Veränderungen und plastischer Ausarbeitung des Werkes „Die zehn Größten, Nr.2“ gibt Sven Piayda einen neuen Blickwinkel auf das ursprüngliche Ölgemälde aus dem frühen 20ten Jahrhundert. Einige seiner Werke setzt Sven Piayda in Bilderserien an. So wird dem Betrachter der Prozess der Veränderung direkt vor Augen geführt.


Ein postmoderner Remix

„Welche Technologien habe ich, um Bilder zu erschaffen?“, fragt sich der Künstler und versucht seine Werke in einer Kunstgeschichte einzuordnen. Hinter den Werken steht die Idee eines sogenannten „Postmodernen-Remix“. „Ich sehe mich weniger in der Tradition der Appropriation Art, da ich mir nicht direkt etwas aneignen möchte. Mein Ziel ist die Weiterverarbeitung der Kunst, um dieser eine neue Bedeutung zu geben“, erzählt Sven Piayda. So nimmt der Künstler beispielsweise die Landschaft aus Leonardo Da Vincis weltweitbekannten Werk „La Gioconda“ und verändert diese in einem digitalen Prozess soweit, dass das ursprüngliche Werk nur noch zu erahnen ist. Die aus vier Bildern bestehende Serie hing bereits im Kunstmuseum Mülheim aus. „Wenn ich mir die Landschaft in Leonardo Da Vincis „Mona Lisa“ ansehe, frage ich mich, ob Da Vinci, wenn er damals die Gestaltungstechniken gehabt hätte, diese ebenfalls genutzt hätte, um dem Bild einen weiteren Blickwinkel zu verleihen“, überlegt Sven Piayda.

Eine Plattform des Austausches

Die Galerie Gublia im Essener Nordviertel bietet eine Plattform für verschiedensten Künstler der modernen Kunst an. Dabei versteht die Galeristin Irma Gublia-Segerath ihre Galerie vor allem als einen Ort des Austausches und der Begegnung. Das Konzept des Künstlers Sven Piayda passt in das Konzept der Galeristin, da der Künstler eine Schnittstelle von Tradition und Modernem bedient. Im März 2017 wurde die Galerie im Nordviertel der Stadt Essen eröffnet. „Mir war die Lage im sogenannten „Problemviertel“ der Stadt wichtig. Ich glaube, dass das Viertel viel kreatives Potenzial hat und dieses versuche ich mit zu fördern“, erklärt Irma Gublia-Segerath. So ist der studierten Kunsthistorikerin die Förderung von jungen teilweise unbekannten Künstlern und Kunststudenten von großer Bedeutung. „Mir ist aufgefallen, dass Kunst sehr intellektuell geworden ist. Einige Künstler arbeiten mit Konzepten, die für viele Besucher schwierig zu fassen sind“, erzählt Irma Gublia-Segerath. Die Galerie soll helfen einen Zugang zur Kunst zu schaffen. Dabei steht die Galeristin bei Fragen zu den Werken den Besuchern zu Verfügung. Um den Austausch zu fördern möchte die Galerie regelmäßig Workshops, Lesungen, Vorträge und Diskussionsrunden anbieten.

Die Ausstellung „ADAPTATION (You’re mine)“ kann bis zum 05.05.2018 in der Galerie Gublia besucht werden.

katharina wieczorek
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2016-12-11 WAZ on 'ruhrpreis für kunst und wissenschaft 2016': 'Peter Eisold und Sven Piayda erhalten Mülheimer Ruhrpreis' by Kristina Mader
photography by oliver müller
 

Mülheim. Der Musiker Peter Eisold erhält den 117. Ruhrpreis für seine interdisziplinäre Arbeit. Sven Piayda wird mit dem Förderpreis ausgezeichnet.

Der 117. Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft geht in diesem Jahr an Klangkünstler Peter Eisold und den bildenden Künstler Sven Piayda. In der Sparkasse am Berliner Platz nahmen die beiden Mülheimer die höchste kulturelle Auszeichnung der Stadt am Sonntag entgegen.

Ein gemeinsamer Preis für Kunst und Wissenschaft scheint zunächst gegensätzlich zu sein. Doch haben die beiden Disziplinen mehr gemeinsam als man meint: „Sie eint das ergebnisoffene Experiment“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Scholten in seiner Ansprache in der Kundenhalle der Sparkasse. Diese fördert den mit 3000 und 2500 Euro dotierten Ruhrpreis bereits seit vielen Jahren. „Beide Disziplinen verkörpern den Fortschritt und eröffnen neue Horizonte“, so der OB, der den Preis als „Kulturbotschafter“ versteht.


Eine feste Größe in der Mülheimer Kulturlandschaft ist Peter Eisold schon lange. Der Musiker, Komponist und Projektentwickler hat seine musikalischen Wurzeln im Jazz. Bekannt ist er für seine interdisziplinären Projekte, die Medienperformances und Klanglaboratorien, die Werkstatt- und Lautsprecherkonzerte. Laudator und Künstlerkollege Frank Niehusmann beschreibt ihn als „grundsoliden Drummer“, der bekannt ist für „präzises Timing und virtuosen Swing“. Seine „ungebremste Fantasie“ zeichne ihn aus, genau wie seinen Mut zur „technischen und künstlerischen Grenzüberschreitung“. Und so fragt sich der Laudator am Ende seiner Rede nur noch eines: „Wann wird man Peter Eisold wieder live in Mülheim erleben?“ Die Frage beantwortet dieser zwar nicht in seiner Dankesrede, zeigt den Zuschauern dafür aber Ausschnitte seiner Arbeit auf der Leinwand. Die Aufnahmen sind im Sommer bei einem Sound- und Videofestival in Berlin entstanden, die Sequenzen zeigen Menschen im Park auf der Wiese, die Klanginstallationen lauschen.

Bilder werfen Fragen auf

Ausschnitte aus seinem Werk zeigt auch Sven Piayda, der den Förderpreis erhält. Eine Autokarosserie fliegt da mitten durch eine Waldlandschaft, eine schwebende Duracell-Batterie klappt auf und zu. „Seine Bilder werfen Fragen auf“, beschreibt Laudatorin Dr. Christine Vogt, Direktorin der Oberhausener Ludwiggalerie, in ihrer Ansprache. In einer Welt der zunehmenden Bilderfluten stelle sich Piayda der Frage: Was ist die Wahrheit? Wie glaubwürdig sind die Dinge auf diesen tausenden Bildern, die wir täglich betrachten? In seinen Arbeiten kombiniert er Fotografien mit Video- und Soundmontagen, lotet Grenzen des Technischen und Bildlichen aus. „Solche Arbeiten sind wichtig, um uns bildlichen Analphabeten diese Irritationen vor Augen zu führen“, so Christine Vogt.

Sven Piayda nutzt die Gelegenheit, um Persönliches loszuwerden: „Ich danke meinem Vater, dass er mich an die Fotografie heranführte und meiner Mutter, dass sie das, was ich damit anstellte, ausgehalten hat“, sagt er, um ebenso darauf hinzuweisen, wie viele „tolle Künstler“ es in Mülheim gebe und es daher umso wichtiger sei, die Kultur gemeinsam zu schützen. „Auch wenn das Geld kostet“.

Gremium entscheidet über Vergabe

Seit 1962 verleiht die Stadt Mülheim einmal im Jahr den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft als Förderung an hervorragend Begabte. Ein Gremium mit externen Fachberatern legt dem Kulturausschuss eine Empfehlung für die Vergabe vor.
Zu bekannten Ruhrpreisträgern zählen etwa Christoph Schlingensief, Helge Schneider, Rainer Komers oder Jörg Juretzka.
Infos: www.muelheim-ruhr.de.



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2016-09-01 WAZ on 'tragic kingdom (exquisite boredom)': 'Zwei junge Kreative denken über ihr Dasein als Künstler nach' by sven westernströer
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Sehenswerte multimediale Ausstellung mit Bildern und Video eröffnet morgen im "kunstraum unten" am Schauspielhaus

Der „Kunstraum unten“ in der U-Bahn-Station Schauspielhaus wird wieder zum Ort für eine sehenswerte Ausstellung. Unter dem Titel „Tragic Kingdom (Exquisite Boredom)“ denken die Künstler Matthias Danberg und Sven Piayda in ihren Bilder und Videos über die Krux des Künstlerseins und die Unzulänglichkeiten des Kunstbetriebs nach.

Zwischen Frustration, Unsicherheit und Mangel an Bestätigung: Die Situation vieler junger Künstler wird von Zweifeln und Ängsten bestimmt. Danberg und Piayda geht es da nicht anders: Animierte Videos und digitale Fotografie nutzen beide für ihre künstlerische Arbeit, doch der Kunstmarkt reagiert – wie bei vielen Kreativen – oft zögerlich und zwingt die beiden Künstler zu einer steten Reflexion der Verhältnisse.


Dass diese Entwicklung nicht zum Ausstieg aus der Kunst führen muss, sondern als Antrieb genutzt werden kann, zeigt die Ausstellung im „Kunstraum unten“. Matthias Danberg zeigt drei Prints, die wie Filmplakate wirken und Figuren aus seinen viel beachteten Videoarbeiten darstellen. Sven Piayda reflektiert daneben in fünf digital manipulierten Fotografien den Kunstbetrieb. Hier erkennt man Anspielungen, Anekdoten sowie Geschichten über Wahrheit und Realität. Diese Arbeiten werden durch zwei Vitrinen im Gang der U-Bahn-Station erweitert. Jeweils zwei Videoarbeiten laufen hier für die Besucher oder die flüchtig zur U-Bahn eilenden Menschen. Die Nutzung der Vitrinen als eine Art Werbefläche spielt mit der Präsentation von Kunst als Ware.



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2016-06-10 mülheimer woche / lokalkompass.de on 'ruhrpreis für kunst und wissenschaft 2016': 'Peter Eisold und Sven Piayda erhalten Ruhrpreis' by dirk-r. heuer
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Die Ruhrpreisträger 2016 stehen fest: Das Mülheimer Urgestein, der Musiker Peter Eisold erhält den Hauptpreis des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft. Der Förderpreis geht an Sven Piayda.

Der Kulturausschuss beschloss die Vergabe während der nichtöffentlichen Sizung Ende Mai, teilte die Stadt mit. Der Ausschuss folgte damit den Empfehlungen des Gremiums zur Vorbereitung der Vergabe des Ruhrpreises. „Das zehnköpfige Vorbereitungsteam tagte zweimal“, verriet Martin Weck während der Vorstellung der Preisträger im Mülheimer Rathaus. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse gehört ebenso zu dem Team wie der Kulturdezernent Ulrich Ernst. Die Sparkasse sponsert die Preise. „Es gab sehr intensive Diskussionen innerhalb der Jury“, fuhr Weck während der Pressekonferenz fort. „Der Entscheidungsprozess ist immer wieder spannend und die Jurymitglieder ergänzen sich hervorragend“, erklärte Weck. Es sei schön, wenn man über den eigenen Tellerand hinwegschauen könne. „Das Potential für weitere Preisträger ist längst noch nicht erschöpft“, meinte der Kulturdezernent. „Es gibt innerhalb des Gremiums schon jetzt Ideen, in welche Richtung es im kommenden Jahr gehen könnte.“

Preisträger Eisold kommentierte die Nominierung mit „Klasse.“ Er erhielt die Nachricht während einer Pause beim Musikuntericht an der Musikschule. „Der Rest des Tages verlief dann sehr beschwingt“, erinnerte sich Eisold. Er gehört zu den sechs von 117 Preisträgern, die zuvor den Förderpreis erhielten. Eisold bekam ihn 2002.
Die Jury ehrte ihn für seine „herausragenden Leistungen bei seinem musischen Schaffen. Als Musiker und Komponist des Fusion-Jazz überschreitet Peter Eisold mit seinen zahlreichen Projekten, Medienperformances und Konzerten die Grenzen des eh schon weiten Genres und begibt sich zusammen mit seinen zahlreichen Partnern immer wieder neu auf die Suche nach den Klängen, Geräuschen, den Harmonien und Disharmonien des Urbanen“, heißt es in der Begründung der Jury. Sie würdigt damit auch Eisolds zahlreiche Projekte die „weit über die Grenzen unseres Gemeinwesens hinaus Anerkennung erfahren“ haben. Der Hauptpreis des Ruhrpreis ist mit 3000 Euro dotiert.
Der Musiker besuchte nie ein Konservatorium. „Ich bin Autodidakt.“ Mit „16 oder 17 Jahren lernte ich Helge Schneider kennen. Wir spielten zusammen – das war eine andere Ausbildung. Helge ist also nicht so ganz schuldlos an der Ehrung“, meinte Eisold. Von der Musik habe er sich in den vergangenen Jahren etwas entfernt. Der Weg ging in Richtung interdisziplinäre Kunst. „Ich war immer ein Teamplayer und gestaltete gern mit andern Künstlern audiovisuelle Projekte.“ Derzeit arbeite er an einem Projekt mit Jugendlichen im Essener Norden. „Installationen an den Kunstmarkt zu bringen, ist allerdings schwierig“, meinte Eisold. Auch der Versuch mit einer APP trage noch nicht so recht Früchte. Derzeit orientiere er sich zurück zur Musik. Es könnte aber auch ein Hörspiel werden.


Preisträger Piayda reagierte zunächst zurückhaltend, als der Anruf von Kulturdezernent Ernst kam. Er sei gerade vom Sport gekommen und stand auf der Straße. „Aber wenn es um einen Preis geht, der mit 2500 Euro dotiert ist, hört man schon mal genau hin.“ Etliche Gedanken schossen ihm kurz danach im Kopf herum. „Und als ich nach Hause kam, stellte ich fest, dass kein Sekt da war“, erinnert sich der 1977 in Gelsenkirchen geborene Künstler. „Es war so überraschend, dass ich einen Preis bekommen habe, auf den ich mich gar nicht beworden habe“, plauderte er fröhlich weiter. Bei anderen Bewerbungen auf Preise, habe er auch schon mal Absagen erhalten. „Darum ist es umso schöner, diesen Preis zu erhalten.“
Das „Arbeiterkind“ studierte von 1998 bis 2003 Gestaltungstechnik an der Universität Essen. Über diesen Weg kam er zur Kunst - „der Weg dahin stand aber schon vorher fest. Kunst zu studieren kam allerdings für mich nicht in Betracht, weil man damit kein Geld verdienen kann. Außerdem konnte ich weder gut zeichnen noch malen.“ Gestaltungstechnik komme in zahlreichen Gebieten zu Anwendung: „Wie soll beispielsweise die Kaffekanne oder die Schrift auf dem neuen Briefbogen aussehen“, erklärte er auf Nachfrage.
Seit 2012 lebt Piayda in Mülheim. „Es ist schön grün hier, der Fluß und die Altstadt sind toll und es gibt viel Kultur vor Ort.“ 2006 gründete er die Künstlergruppe Aestatevisual. Seit 2006 ist er zudem festes Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler.
Die Jury ehrte ihn, weil er „stets die Grenzen medialer Darstallungsformen“ auslote. „Konzeptionell und experimentell arbeitet er im Bereich der neuen Medien, an der Schnittstelle von Fotografie, Video- und Klangkunst“, heißt es in der Begründung. Piayda verwende computermanipuliertes und generiertes Bildmaterial und setze sich mit dem Phänomen der Wahrnehmung auseinander. „Reich an Verweisen auf die Kunstgeschichte und traditionellen Bildgattungen fordern seine Werke den Betrachter auf zu einem kritischen Sehen.“

Die öffentliche Verleihung des Preises findet im Spätherbst in den Räumen der Sparkasse statt.

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2016-06-09 nrz on 'ruhrpreis für kunst und wissenschaft 2016':
'Zwei Grenzgänger ihrer Disziplin' by steffen tost

photography by walter schernstein
 

Bei unbekannten Nummern auf dem Handy scheuen viele den Rückruf, es könnte ja ein unerwünschter Gesprächspartner sein, der einem nur etwas aufschwatzen möchte. Sven Piayda, der kürzlich gerade abgekämpft und ausgelaugt vom Sport kam, drückte dennoch auf Rückruf. Und nachdem Kulturdezernent Ulrich Ernst einige Schlüsselbegriffe genannt hatte, wandelte sich die Skepsis in Wohlgefallen. Bei Ausschreibungen keinen Erfolg zu haben, das ist dem 39-jährigen Künstler vertraut, dass ihm ein Preis in den Schoß fällt, ohne sich beworben zu haben, das war neu, aber aufregend. Nur zu dumm, er hatte zu Hause keinen Sekt im Kühlschrank.

Die Jury hat ihm den Förderpreis des Ruhrpreises vorgeschlagen, der in diesem Jahr mit 2500 Euro dotiert ist, und die Politik hat zugestimmt. Hauptpreisträger (3000 Euro) ist der Musiker Peter Eisold. Ihn erreichte Ernst auf Anhieb, in einer Pause zwischen dem Musikunterricht, der den Rest des Nachmittags dann ungleich beschwingter lief. „Klasse, so etwas hebt“, sagt er knapp.

Der Schlagzeuger hat den Förderpreis bereits 2002 erhalten und damit rückt er unter den 117 Preisträgern in die sechsköpfige Liga der Doppelpreisträger auf, zu der unter anderem Dorothee Golz, Rainer Komers und Helge Schneider zählen. Letzter, so erzählt der 57-Jährige, „ist gar nicht so ganz schuldlos daran“, dass er Musiker geworden sei. Sie kannten sich schon als Jugendliche, gingen in die Jazz-Zentrale, so dass diese Begegnung zu einem Knackpunkt seiner Karriere wurde, die schon früh mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik für eine Einspielung mit dem Blue Box Trio Mitte der 80er-Jahre geadelt wurde. Er ist auf zahlreichen Einspielungen vertreten und war auf Einladung des Goethe-Instituts mit Projekten regelmäßig auf der südlichen Erdkugel unterwegs.

Mehr audiovisuelle Projekte
Auch wenn er schon als Vierjähriger Klavierunterricht erhielt, sieht er sich an den Drums als Autodidakten und bewegt sich an den Schnittstellen von Jazz, Neuer Musik und Elektronik. Vom Handwerklichen habe er sich in den letzten Jahren etwas wegbewegt hin zu audiovisuellen Projekten mit Grafikern und Fotografen. Er hebt besonders die Kooperation aus dem Kulturhauptstadtjahr mit Jürgen Diemer hervor, der im vergangenen Jahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Derzeit arbeitet Eisold, der sich als Teamplayer versteht, mit Partnern an einem audiovisuellen Parcours in der Essener Nordstadt, der im November an den Start geht. Die Besucher bekommen dann Kopfhörer aufgesetzt... Zuletzt versuchte er sich auf dem technologischen Feld, um ein Geschäftsmodell für eine Multi-Channel-Audio-App zu entwickeln, womit ihm und seinen Partnern bislang noch kein Glück beschieden war.

Piayda ist bekennender Wahl-Mülheimer und erst vor vier Jahren hierhergezogen, gehört nach drei Probeläufen nun fest zur Arbeitsgemeinschaft der Mülheimer Künstler und hat somit den „Freifahrtsschein“, für die nächste Jahresausstellung zu präsentieren, was er mag. Auch an Kuno Langes Eggspo hat er bereits teilgenommen, zeigt sich interessiert, Kollegen zu begegnen und von ihnen zu lernen. Er kommt von der Fotografie, arbeitet aber auch mit Video und Klang. Piayda hinterfragt die Funktion der verwendeten Medien und thematisiert ihre manipulative Verwendung. In „Mediaeval Landscapes“ knüpft er an Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ an und schenkt dem Hintergrund besondere Beachtung. Diese Bildkomposition bestehe aus vier Teilen, die für ihre Zeit eigenartig antiquiert anmuteten. Er hat sie in vier Teilen in einem digitalen Bearbeitungsprozess übereinandergelegt und verschmolzen. Vielleicht hätte diese Farbfläche auch da Vinci gereizt. Die Preisverleihung ist im Herbst in der Sparkasse vorgesehen, die das Preisgeld stellt.


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2016-06-09 waz on 'ruhrpreis für kunst und wissenschaft 2016':
'Mülheimer Ruhrpreisträger überschreiten kreative Grenzen' by julia blättgen

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Mülheim. Musiker Peter Eisold erhält den Ruhrpreis für Kultur und Wissenschaft 2016 für seine interdisziplinäre Arbeit. Sven Piayda ist Förderpreisträger.

Die kreative Grenzüberschreitung zwischen Genres haben sie gemeinsam: Musiker Peter Eisold ist diesjähriger Preisträger des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft . Der Förderpreis geht an den Bildenden Künstler Sven Piayda. Sponsor der mit 3000 und 2500 Euro dotierten Auszeichnungen ist die Mülheimer Sparkasse.
Der Anruf von Kulturdezernent Ulrich Ernst erreichte Peter Eisold in einer Arbeitspause in der Musikschule und: „Der Rest des Tages lief sehr beschwingt.“ Das scheint angemessen für einen Musiker, dessen Wurzeln im Jazz liegen – auch wenn er, wie er selber sagt, sich „von der Musik als Handwerk entfernt“ hat. Musiker und Autodidakt nennt Peter Eisold sich selbst, und an beidem sei „Helge Schneider nicht ganz schuldlos“. Mit 16 lernte er Schneider kennen, ging bei ihm, der „Jazz-Zentrale in Mülheim“, ein und aus und erhielt dort „eine andere Ausbildung als im Konservatorium“. Eisold muss es wissen, hatte er doch schon als Vierjähriger Klavierunterricht und studierte später Musik.

Vielfältigkeit seiner Projekte
Dennoch – oder vielleicht deswegen: Peter Eisold wollte nicht „im abgeschlossenen Fachbereich der Musik“ bleiben. Er sucht stets den Austausch mit anderen Kreativen; einen „Teamplayer“ nennt Eisold sich selbst. Mit audiovisuellen Künstlern arbeitete er unter anderem zusammen, mit Grafikern und Software-Entwicklern. Als „Suche nach den Klängen, Geräuschen, den Harmonien und Disharmonien des Urbanen“ lobt die Ruhrpreis-Jury das in ihrer Begründung und sieht die Vielfältigkeit seiner interdisziplinären Projekte – die Medienperformances, die Klanglaboratorien, die Werkstatt- und Lautsprecherkonzerte – als Zeichen für das „weite Spektrum“ des „künstlerischen Denkens und Handelns“ Eisolds, der im Jahr 2002 bereits mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde.

Diese Auszeichnung geht 2016 an den Künstler Sven Piayda. Den Wahl-Mülheimer überraschte die Nachricht von der Auszeichnung in mehrfacher Hinsicht: „Dass man Preise, für die man sich bewirbt, nicht gewinnt, kenne ich.“ Umgekehrt sei ihm das aber noch nie passiert. „Und dann kommt man nach Hause und stellt fest, dass man keinen Sekt hat. . .“

Ursprünglich kommt Sven Piayda aus der Fotografie, kombiniert diese aber mit Video und Sound. Dabei geht es ihm „immer um das reflexiv Mediale“. Die Frage, wie in der Postmoderne mit Bildern umgegangen wird, treibt ihn um und ob nicht Bildsprache inzwischen so allgemein bekannt ist, dass jedes Bild ein Rückverweis auf bereits Dagewesenes sein muss. Die Jury verleiht ihm den Förderpreis „als Anerkennung für seine beeindruckende künstlerische Auseinandersetzung mit Medien“, aber auch „als Ermutigung, weiterhin unkonventionelle Wege im etablierten Kunstbetrieb zu gehen“.

117. Verleihung des Ruhrpreises
Die zehnköpfige Ruhrpreis-Jury tagte zweimal, bevor sie Peter Eisold und Sven Piayda als Preisträger vorschlugen. Der Kulturausschluss folgte dieser Empfehlung am Ende einstimmig. Die Preisverleihung kündigt Martin Weck, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mülheim, für den „Spätherbst“ an.
Es ist die 117. Verleihung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft. Peter Eisold ist jedoch erst der sechste Ausgezeichnete, der sowohl Förder- als auch Hauptpreis entgegen nehmen konnte. Vor ihm gelang das: Peter Könitz, Dorothee Golz, Christoph Schlingensief, Helge Schneider und Rainer Komers.


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2016-04-14 buer total on 'PUDDLE' at gästezimmer at kunstmuseum gelsenkirchen: 'Kunst im Gästezimmer' by matthias heselmann
 

Wer schon einmal im Kunstmuseum in Buer war, weiß, dass das ein sehr verschachtelter Bau ist, in dem man gern einmal die Orientierung verlieren kann.
Da gibt es viele Zwischenetagen, verwinkelte Gänge, verwirrende Treppen – aber wie speziell die Architektur des Museums tatsächlich ist, verdeutlicht spektakulär das „Gästezimmer“.
Dabei handelt es sich um einen kleinen, nur zweieinhalb Quadratmeter großen Raum – der nur von außen zugänglich ist: Unter einer Treppe gelegen, gibt es keinen Zugang vom Inneren des Museums. Die einzige Tür ist zugleich das einzige Fenster des Raumes. Damit ist das „Gästezimmer“ für Vorbeigehende jederzeit einsehbar, und ist wahrscheinlich trotzdem bislang den wenigsten Besuchern aufgefallen, obwohl er direkt an den Museumsvorplatz grenzt.

Das wird sich jetzt ändern, denn zum ersten Mal wird das „Gästezimmer“ bespielt: Seit dieser Woche und noch bis zum 9. Oktober ist dort die Video-Installation „Puddle“ des Gelsenkirchener Künstlers Sven Piayda zu sehen.



Im Werk des 1977 geborenen Künstlers sieht man eine Pfütze, in die nach wie vor Regen tröpfelt. Diese befindet sich offensichtlich im städtischen Raum: Füße laufen durch sie hindurch, andere Füße schreiten an ihr vorbei, erzeugen durch ihre Spiegelung ein ganz neues Bild und ein Kind nutzt sie ausgiebig zum Durchkreuzen mit seinem Laufrad. Damit nimmt „Puddle“ unmittelbar Bezug zu dem, was vor dem Museum passiert, was die Besucher, Spaziergänger, Vorbeieilende und Verweilende im Stadtraum erfahren.

„Das im Loop gezeigte Video macht die Stadt selbst zum Medium der Auseinandersetzung“, beschreibt Museumsdirektorin Leane Schäfer. „Ein scheinbar alltägliches Bild – Regen, der in eine Pfütze tröpfelt – ermöglicht einen neuen Blick.“

Für Piayda, der inzwischen in Mülheim lebt, ist es nach eigenen Angaben eine große Ehre, dass eins seiner Werke im Museum seiner Heimatstadt gezeigt wird. „Ich bin als Kind schon durch das Museum gelaufen, und die vielen Werke aus dem Bereich der kinetischen Kunst haben mich dazu gebracht, mich mit dem Thema Bewegung zu beschäftigen“, sagt der 38-Jährige.
- matthias heselmann

photography by matthias heselmann

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2016-04-14 waz on 'PUDDLE' at gästezimmer at kunstmuseum gelsenkirchen: 'Eine Pfütze im Gästezimmer in Gelsenkirchen' by anne bolsmann
 

Der in Gelsenkirchen-Bulmke geborene Medienkünstler Sven Piayda eröffnet am Kunstmuseum in Buer die neue Ausstellungsreihe im „Gästezimmer“ mit dem Video „Puddle“ (Pfütze). Seine Aufnahmen entstanden im niederländischen Ferienort Veere - erinnern aber auch an Gelsenkirchen bei Regen. . .

Gelsenkirchen. Mit einer neuen Reihe setzt das Kunstmuseum Gelsenkirchen an der Horster Straße 5-7 einen bislang übersehenen Raum in Szene. Den Auftakt macht Sven Piayda
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Eine Pfütze, in der sich die Umgebung spiegelt, wird im Kunstmuseum an der Horster Straße in diesen Tagen zur Attraktion: Der Mülheimer Künstler Sven Piayda eröffnet mit seinem Video „Puddle“ (deutsch: Pfütze) eine ganz neue Ausstellungsreihe, die einen bisher gänzlich unscheinbaren Raum in ein neues Licht rückt. „Wir haben lange überlegt, wie man diesen Raum, der vis-a-vis der großen Alten Villa liegt, für die Kunst nutzen kann“, erklärt Museums-Direktorin Leane Schäfer. Auf 2,5 Quadratmetern Fläche, die nur durch eine außenliegende Glastüre zu erreichen ist, war der Raum für Ideen natürlich irgendwie begrenzt. Bis dem Museumsteam um Leane Schäfer und ihrer Stellvertreterin Christiane Wanken die Idee kam, die winzige Ausstellungsfläche als „Gästezimmer“ herzurichten.

In gleichnamiger Reihe sollen ab sofort wechselnde Werke gezeigt werden, den Auftakt macht seit dieser Woche eben der Videokünstler Sven Piayda, der 1977 in Bulmke geboren wurde und im vergangenen Jahr für die Jahresschau der Gelsenkirchener Künstler zurück in seine Heimatstadt kam.


Mit Fotografien und Videoarbeiten zum Reflektieren einladen

„Ich habe schon als Kind hier in diesem Kunstmuseum gestanden und die Werke von Gerhard Richter bewundert. Und jetzt genau in diesem Museum selber ausstellen zu dürfen, ist für mich wie ein Ritterschlag“, sagt er lachend. Seine Mission: Mit seinen Fotografien und Videoarbeiten will Piayda den Betrachter zum Reflektieren einladen.

„Mir geht es nicht um die Pfütze, die in diesem Video zu sehen ist, sondern um die Dinge, die sich darin spiegeln. Denn durch die Spiegelungen wird eine einfache Pfütze zur Skulptur“, sagt er. Dabei findet die Spiegelung gleich auf mehreren Ebenen statt. „Hier reflektieren auch der Bildschirm und der Betrachter auf der Oberfläche der Glastüre davor“, sagt Piayda. „Wer genau hinschaut, sieht, dass sich das Muster der Pflastersteine im Video auch genau so hier auf dem Platz vor dem Museum wiederfinden lässt“, ergänzt Leane Schäfer. Das Werk „Puddle“, ein dreiminütiges Video in Endlosschleife, ist bis zum 9. Oktober im „Gästezimmer“ zu sehen.
- Anne Bolsmann

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2015-07-25 coolibri on AESTATE´s 'OVERSEEDS' by inga pöting
 

Minimalistisch, elektronisch, brachial, rockig: AESTATE aus Essen tüfteln schon seit geraumer Zeit an ihrem individuellen Sound und haben zwei Jahre nach ihrer EP ‚Sum Falls‘ den Nachfolger fertiggestellt. ‚Overseeds‘ ist mit seinen zehn Songs schon eher Album als EP. Die Instrumentalstücke sind noch mutiger und runder ausgefallen als die des Vorgängers und sowohl etwas für Rock- als auch für Elektrofans. Die Band verortet sich selbst übrigends sehr treffend ‚zwischen Kunst und Club, Kultur und Party‘.

- Inga Pöting
(Coolibri, August 2015)


aestate-online.com
coolibri.de



AESTATE 'OVERSEEDS'
all links for download and furtehr info below:

kreislauf.org/aestate-overseeds-ep-kreislauf-156
archive.org/details/kreislauf156/v2
sonicsquirrel.net/detail/release/Overseeds%20EP/19777


2015-02-11 ars tremonia on 'NEW PICTURES FROM OUTER RIM' at galerie143, dortmund: 'Authentisch oder Inszeniert?' by michael lemken
 

Schon 2012 zeigte Sven Piayda in der galerie 143 seine Bilder und Installationen, die sich mit der Frage auseinandersetzten, was ist Realität und was ist inszeniert. In seiner neuen Ausstellung „new pictures from outer rim“ am gleichen Ort, stellt er sich erneut dieser Frage. Zu sehen sind seine Werke bis zum 28. März.
Vier Bilder zeigen den Redwood-Nationalpark in den USA. Eigentlich ganz normale Naturfotografien, doch wenn man weiß, dass dies auch der Ort war, wo die Szenen für den Waldmond Endor in der Episode VI von Star Wars gedreht wurden, entwickeln die Bilder eine weitere Dimension. Das Reale und das Fiktionale beginnen sich zu überlappen.
Der Weltraum und seine unendlichen Weiten haben Piayda in dieser Ausstellung offenbar inspiriert. Mondlandschaften, eine Weltraumsonde und ein fiktionaler Planet sind untereinander angeordnet. Während die Sonde die Zukunft symbolisiert, steht die Mondlandschaft für die Gegenwart. Da wir das Licht der Sterne aus der Vergangenheit empfangen, ist der abgebildete Plante ein Symbol der Vergangenheit.
Ebenso wie in seiner vorherigen Ausstellung benutzt Piayda oft Schwarz-Weiß Bilder, um damit eine Authentizität vorzugeben, die nicht vorhanden ist.


michawl lemken
photos by wolfgang van triel an sven piayda
article on ars-tremonia.de



sven piayda
NEW PICTURES FROM OUTER RIM
galerie143, dortmund
2015-02-07 — 2015-03-28
opening 2015-02-07, 6 pm
fri 4 - 6 pm
sat 3 am - 6 pm

rundgang neue kolonie west
2015-03-21, 12 to 6 pm
closing
2015-03-28, 12 to 3 pm.

facebook event

galerie143
simone czech kunsthistorikerin (M.A.)
rheinische straße 143
44147 dortmund
germany

+49 (0) 163 7847743

galerie143.de
info[at]galerie143.de


2014-07-21 der westen on 'SHOW/TIME' at kunstverein bochumer kulturrat: 'Kunst spielt mit der Wahrnehmung' by jürgen boebers-süßmann
 

Kunst, wenn sie etwas bewegen, anregend sein und/oder den Betrachter fordern will, kann niemals „eindeutig“ sein. Gerade das Mehrdeutige und Ungreifbare macht sie ja erst interessant. Ein Künstler, der diese kreative Haltung stark verinnerlicht hat, ist Sven Piayda, der jetzt mit seiner Werkschau „show/time“ im Kunstverein Kulturrat zu Gast ist. Piayda versteckt sich gar nicht erst hinter möglichen kunstwissenschaftlichen Überhöhungen, sondern geht mit einer Kern-Aussage gleich in die Offensive: „Bei dem, was ich zeige, muss der Betrachter immer misstrauisch sein“, sagt der Künstler.

Möglichkeiten und Grenzen
Es geht also um Wahrnehmung im Allgemeinen, um Wahrnehmungsformen im Besonderen und Wahrnehmungsunterschiede beim menschlichen Blick auf die verschiedensten „Dinge“ der Welt sowieso. Dem 36-jährigen, aus Gelsenkirchen gebürtigen Künstler, der in Essen studierte, interessiert indes weniger das, was man sieht, vielmehr fasziniert ihn das Spiegeln von Möglichkeiten und Grenzen des jeweiligen benutzten künstlerischen Mediums.

Während einige von Piaydas Arbeiten „Unfotografierbares“ aus der unendlichen Weite des Weltraums zeigen – eine Serie heißt „Voyager 1“, nach dem legendären Forschungssatelliten, der erstmals die Grenzen des Sonnensystems verließ, präsentieren andere Werke Objekte aus dem nahen und unmittelbaren Wirkungsraum der Kamera selbst. Hier können Verpackungsschalen oder die Lichtanlage eines Studios zum Thema werden. Oft spielt auch die Darstellung von Zeit innerhalb der Fotografie eine Rolle: So fixiert Piayda fotografisch beispielsweise extreme Zeitspannen oder auch den einzigartigen, richtigen Zeitpunkt für den künstlerischen „Schuss“.

Dabei durchschweift der in Mülheim lebende Künstler auch durchaus nicht nur besagte „unendliche Weiten“. Auch zwei Fotografien aus der Alltagswelt machen stutzig: Vor den Häusern leuchten die Laternen, obwohl es noch Tag zu sein scheint. Und: bei einer ländlichen Szenerie passt der Nachthimmel nicht zum (Tages)-Rest der Bildkomposition. René Magritte, der surrealistische Meister, hat solche vergleichbaren Sujets gemalt; hier wie dort geht es – über den unbestrittenen ästhetischen Effekt hinaus – immer auch um die Beschäftigung mit dem Phänomen Zeit. Tag und Nacht sind in Sven Piaydas Fotos als zwei voneinander getrennte Zeitspannen plötzlich doch vereint.
In dieser Ausstellung also lohnt ein exakter Blick.


jürgen boebers-süßmann
photo by ingo otto
article on der westen



sven piayda
S H O W / T I M E
kunstverein bochumer kulturrat, bochum
2014-07-19 — 2014-08-15
opening 2014-07-19, 7 pm
introduction by curator carsten roth
piayda is expected to be present

opening hours
tuesdays 3 - 6 pm
thurstdays and fridays 6 - 8 pm
(and on request)

facebook event

showtime.svenpiayda.com
kulturrat-bochum.de
facebook.com/kunstverein.bochumerkulturrat
coolibri press article
ruhr nachrichten press article
der westen press article
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2014-07-18 ruhr nachrichten on 'SHOW/TIME' at kunstverein bochumer kulturrat: 'Sven Piayda thematisiert in seiner Ausstellung die Zeit'
by ronny von wangenheim

 

GERTHE Es konnten einfach zu deutende Fotos sein. Aber so einfach macht es Sven Piayda den Besuchern seiner Ausstellung beim Kunstverein Bochumer Kulturrat nicht. Bei dem, was er zeigt, müsse man immer misstrauisch sein, sagt der Künstler. Sie neue Ausstellung heißt "show/time".

Der 36-Jährige befasst sich mit dem Phänomen der Wahrnehmung. „Es geht weniger um das, was man sieht, als um das Spiegeln der Möglichkeiten und der Grenzen des Mediums“, erläutert er. Das ist streng durchdacht, fordert zum kritischen Sehen auf, ist aber durchaus auch unterhaltsam und humorvoll.
Die beiden Fotografien zum Beispiel lassen beim zweiten Blick stutzen. Vor den Häusern leuchten die Laternen, obwohl es Tag zu sein scheint. Und bei der ländlichen Szenerie passt der Nachthimmel nicht zum Rest. Das wirkt auf eine Art surrealistisch. Piayda geht es hier vor allem um das Phänomen der Zeit, in dem er in einem Bild Tag und Nacht als zwei Zeitspannen vereint.

Voyager 1
Zeit spielt auch in anderen Arbeiten eine Rolle. Die Fotoserie „Past Present Future“ zeigt einen computergenerierten Planeten, der Vergangenheit ist, wenn sein Licht die Erde erreicht. Daneben eine Mondlandschaft und als Zeichen der Zukunft eine Darstellung der Voyager 1.
Über Kommunikation lässt sich nachdenken, wenn man die Fotografie „Golden Record“ betrachtet. Sie zeigt die runde Datenplatte mit Botschaften über unsere Erde, die der Voyager 1 1977 mit auf den Weg gegeben wurde. Für uns schwer zu deutende Zeichen sollen Außerirdischen zeigen, wie die Informationen abzuspielen sind. „Das spiegelt unseren Kunstbetrieb“, sagt Sven Piayda. „Wir kommunizieren auch mit jemandem, den wir nicht kennen.“

Videoarbeiten
Neben den Fotoarbeiten zeigt der Mülheimer, der in Essen Gestaltungstechnik studierte, auch Videos. Hier begegnen sich Bilder der Voyager und fliegende Videokassetten, Bilder aus Überwachungskameras und private Familienfilme. Beobachten und Konservieren sind nur zwei der Themen, die hier aufgegriffen werden.
Immer wieder geht es dem Künstler um Unvereinbares, Unmögliches, Unfotografierbares. Sichtbar macht er das in einer Fotoserie über das Meer, das in seiner Grenzenlosigkeit nicht abbildbar ist. Für drei Fotografien hat er das Meer aufgenommen, die Daten extrem digital gestaucht und dann wieder geweitet. Am Ende stehen drei Bilder, die wie Reproduktionen von Farbfeldmalerei wirken.


ronny von wangenheim
photo by ronny von wangenheim
article on ruhr nachrichten



sven piayda
S H O W / T I M E
kunstverein bochumer kulturrat, bochum
2014-07-19 — 2014-08-15
opening 2014-07-19, 7 pm
introduction by curator carsten roth
piayda is expected to be present

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tuesdays 3 - 6 pm
thurstdays and fridays 6 - 8 pm
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2014-06-27 the coolibri on 'SHOW/TIME' at kunstverein bochumer kulturrat:
'
KULTOUR' by renate gaßmamnn

 

"Moment mal, da stimmt doch was nicht." Wenn den Betrachter angesichts der Arbeiten von Sven Piayda diese Erkenntnis ereilt, dann hat der in Essen lebenden Foto- und Videokünstler sein Ziel erreicht. Nämlich die Sinne zu schärfen und eine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber Bildern einzunehmen. Da heißt es also Augen auf scharf stellen, wenn für einige seiner Fotografien und Videoinstallationen, die mit Dichtung und Wahrheit spielen und mit den der 36-Jährige die Grenzen des jeweiligen Mediums auszuloten versucht, 19.07. die "show/time" (bis 15.08.) im Kunstverein Bochumer Kulturrat beginnt.
svenpiayda.com / kulturrat-bochum.de

Renate Gaßmann




sven piayda
S H O W / T I M E
kunstverein bochumer kulturrat, bochum
2014-07-19 — 2014-08-15
opening 2014-07-19, 7 pm
introduction by curator carsten roth
piayda is expected to be present

opening hours
tuesdays 3 - 6 pm
thurstdays and fridays 6 - 8 pm
(and on request)

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kulturrat-bochum.de
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2014-02-13 the ruhrnachrichten on 'ANY MINUTE NOW' at kugepudel:
'
Überraschung im Kugelpudel' by vanessa dumke

 

Überraschung im Kugelpudel
Ausstellung "Any minute now" zeigt Momentaufnahmen

Die Zeit rennt. Und wir laufen mit. Gelegenheit, einzelne Momente bewusst wahrzunehmen, haben wir häufig nur in den Pausen - derzeit zum Beispiel im Kugelpudel, Dibergstraße 2. Die Ausstellung "Any minute now" lädt dazu ein, die Spannung des Moments zu erleben. "Denn sie wissen nicht, was passiert", sagt Kevin Kuhn, Inhaber der Eisdiele, über die Besucher der Ausstellung, während er vor einer Videoprojektion steht. Die Sequenzen von Sven Piayda zeigen Landschaftsaufnahmen oder Gebäude - computergenerierte Sequenzen, echte Videoaufnahmen, Mischungen aus beidem. Und plötzlich passiert etwas. Der Zuschauer rechnet nicht direkt damit, dennoch wartet er auf etwas, während er die Sequenz sieht. In der Ausstellung befindet sich der Besucher im Spannungsfeld zwischen Erwartung und Überraschung. Wer würde bei einer Aufnahme des Himmels einen Vogel erwarten, der durchs Bild fliegt? Größer ist die Überraschung vor einem Ladenlokal in der Brückstraße, deren Wirkung die Besucher des Kugelpudels über drei Bildschirme verfolgen können. Die Künstler des Videodesign Kollektivs "Impulskontrolle" spielen mit der Neugier der Passanten. Vor dem leerstehenden Ladenlokal der Hausnummer 22 fordern sie sie mit Pfeilen dazu auf, an das Fenster zu klopfen. Eine Aufschrift an der Scheibe weist sie darauf hin, dass sie fotografiert werden, während sie beobachten, was passiert.


"Zuerst sind viele skeptisch. Die meisten erwarten etwas Schlimmes", erzählt Peer Engelbrecht. Er hat die "Impulskontrolle" zusammen mit Chris Lensing entwickelt. Die beiden wollten etwas Interaktives schaffen, das Emotionen auslöst. Das ist ihnen gelungen, wie die Fotos auf den Bildschirmen im Kugelpudel zeigen. Offenbar kann eine Kaskade aus bunten, leuchtenden Flummis tatsächlich Begeisterung auslösen. Und sie kann dafür sorgen, einfach mal einen Moment lang stehen zu bleiben.
Vanessa Danke




sven piayda | any minute now / trails
ANY MINUTE NOW
kugelpudel, bochum
2014-02-08 — 2014-03-16
opening 2014-02-08, 7 pm
piayda is expected to be preset

kugelpudel.com


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2013-12-05 the WAZ/NRZ on 'JAHRESAUSSTELLUNG' at kunstmuseum mülheim:
'Zwischen Schein und Sein' by margitta ulbricht

 

Mülheim. Fotografie und neue Medien stehen im Fokus der Jahresausstellung der Mülheimer Künstler. 58 Kreative zeigen rund 120 Arbeiten im Kunstmuseum. „Damit sind die Künstler am Puls der Zeit, denn die Digitalisierung schreitet fort“, sagt Museumsleiterin Dr. Beate Reese.

Mit dem Fokus auf Fotografie und neue Medien beschließt die Jahresausstellung Mülheimer Künstler den Streifzug durch die vorherigen Genres mit Zeichnung, Malerei und Bildhauerei. Eine üppige Bandbreite mit 120 Arbeiten von 58 Künstlern macht eine neue Welt auf oder bewegt sich auf den Schnittstellen tradierter Kunst auf dem Weg dorthin. „Damit sind die Künstler am Puls der Zeit, denn die Digitalisierung schreitet fort“, sagt Museumsleiterin Dr. Beate Reese. Mit diesmal acht Kreativen mehr und einer Fülle eingereichter Arbeiten ist die Resonanz steigend.

Bildbearbeitungsprogrammen am Computer hat sich das Spektrum der künstlerischen Möglichkeiten immens erweitert. Und wer den Stil von so manch einem Mülheimer Künstler auf den ersten Blick erkennt, wird verwundert sein, wie offen und experimentierfreudig sie mit der Technik neue kreative Perspektiven aufmachen. Neben dem angestammten Kreis gibt es sieben Neubewerber in der Ausstellung : Michael Cleff, Michael Kerstgens, Saskia Ketz, Sven Piayda, Peter E. Rytz, Sabrina Seppi und Diethelm Wulfert.

Ausstellung birgt so manche Überraschung
Die ungeahnten Dimensionen der technisch konstruierten, montierten und inszenierten Bilder kann den Betrachter aber schnell an der Nase herumführen: Ist die Szenerie nun real oder am Computer generiert? Erst auf den zweiten Blick wird die „konstruierte Wirklichkeit“ auf dem Foto mit dem Holzhaus samt lachendem Gesicht von Sven Piayda sichtbar. Mehrmals hingucken muss man auch bei den fotorealistisch wirkenden Aufnahmen aus der Stadt von Saskia Ketz: zwischen Schein und Sein. Gar schwebend wirkt die Arbeit aus Buchstabenketten von Corinna Krebber. Jo Guntermann hat gleich einen QR-Code als Verbindung zur digitalen Bibliothek der Unesco auf seiner Gerölllandschaft geschaffen.

Ein Fingerzeig auf die Bedeutung der alten Techniken ist die interaktive Installation, die Gabriele Klages und Klaus Urbons entwickelt haben: Alte Negative auf Rollen und mit modernen Tablets, die im Zusammenspiel mit einem nostalgischen Microfiche-Lesegerät zeigen, wie sehr sich Blickwinkel und Wahrnehmung verändern. Mit informellen Strukturen setzt sich Diethelm Wulfert in Fotos auseinander, bei denen man gerissenes Leder bis in die letzte Ritze verfolgen kann. Dagegen hat Michael Kerstgens das Lebensgefühl der 1980er im Fokus und Peter E. Rytz inszeniert in einer Bilderfolge eine Theater-Performance.
Eine sehenswerte Ausstellung, die so manche Überraschung birgt und es viel zu entdecken gibt.

Margitta Ulbricht
Fotos: sven piayda studio

Zwischen Schein und Sein | WAZ.de



sven piayda | ring / shedhead / replica/lightyears
JAHRESAUSSTELLUNG MÜLHEIMER KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER
kunstmuseum mülheim an der ruhr
2013-12-08 — 2014-02-02
opening 2013-12-07, 5 pm
piayda is expected to be preset

salutation by dagmar mühlenfeld, major
introduction by dr. beate reese

guided tour with dr. gerhard ribbrock and artist talk 2013-12-15, 11 am*
guided tour with and artist talk 2014-01-19, 11 am*
art lounge 2014-01-30, 7.30 pm*
*sven piayda´s participation to be announced

tue-sun 11 am - 6 pm
free entry on wednesdays, 2 - 6 pm
tickets 4 euro (discounted 2 euro)

www.kunstmuseum-mh.de


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2013-06-06 the WAZ/NRZ on 'imaginary black forest' at clowns & pferde galerie:
'Den Betrachter etwas hochnehmen' by melanie schäfer

 

„Warum ist nicht alles so eindeutig, wie es erscheint?“ Das ist die Frage, mit der man sich beim Betrachten der Arbeiten des Foto- und Videokünstlers Sven Piayda unwiderruflich konfrontiert sieht. Der Essener hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seiner Arbeit an das Misstrauen in einem selbst und gegenüber der Kunst zu appellieren. Er setzt daher auf Manipulation und Inszenierung.

Traumidylle Schwarzwald
In seiner neuen Ausstellung „Imaginary Black Forest“ (Imaginärer Schwarzwald) geht es um den Schwarzwald als Verkörperung eines Traumidylls. Die gezeigten Arbeiten sind teilweise dort entstanden und sollen ohne Kitsch ein Abbild dieses Traumidee darstellen. Sie sollen den Betrachter eintauchen lassen in das Dunkle und Heimelige – und damit auch auf die verführerische Idee bringen, dass es woanders besser ist. Doch Piayda spielt mit all den vermeintlichen, falschen Realitäten und lässt beim Betrachter ein ungreifbares Gefühl zurück.

Der 35- Jährige setzt Motive völlig neu zusammen und so stellt sich bei jedem Bild die Frage, was echt ist und was nicht. Deshalb dürfe man sich auch durchaus „als Betrachter hochgenommen fühlen“, weil immer irgendetwas fehle oder absolut nicht ins die festgehaltene Situation gehöre, so der Künstler.

Er hat an der Universität Duisburg-Essen Gestaltungstechnik studiert. Sein Anspruch sei es, die Menschen zum Hinterfragen der Medien anzuregen, die oft zu autoritär dafür seien und Kunst zu schaffen, welche Unterhaltung für eine breite Masse, aber auch gleichzeitig Stoff für tieferes Hineindenken bietet.

Meist sind seine Fotoarbeiten in Schwarz-Weiß gehalten. Aber das Versprechen, dass dadurch Realität entstehe, sei gelogen. „Kunst ist unglaublich laut geworden.“, weiß Piayda zu berichten. „Sie muss immer bunter, abstruser und schockierender werden, um gehört zu werden.“ Seine Arbeiten sieht er als eine Art Gegenentwurf. In der Ausstellung werden auch einige Videoinstallationen gezeigt, mit denen das heimelige Gefühl des Schwarzwalds transformatorisch, musikalisch und bildnerisch auf den Betrachter übertragen werden soll.

Als Kontrast zu dieser Zusammenstellung wird es außerdem eine Ausstellung von Oscar Ledesma geben. Die Werke des mexikanischen Malers zeigen erschreckende, dunkle und alptraumhafte Szenarien, die unter dem Titel „El Secreto del Mal“ (Die Heimlichkeit des Bösen) stehen.

Zu sehen sein werden alle Werke vom 7. bis zum 28. Juni in der Galerie Clowns & Pferde, Frankfurter Str. 37, 45145 Essen. Sowohl die Vernissage, als auch die Finnisage finden um jeweils 19 Uhr statt. Für letztere ist eine Performance beider Künstler geplant.

Melanie Schäfer
Fotos: Michaela Best

Den Betrachter etwas hochnehmen | WAZ.de



sven piayda / oscar ledesma
IMAGINARY BLACK FOREST / EL SECRETO DEL MAL
clowns & pferde galerie, essen
2013-06-07 — 2013-06-28

opening 2013-06-07, 7pm

click the images above for larger versions!

Clowns & Pferde Galerie
Frankfurter Straße 33
45145 Essen

clownsundpferde.de


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2013-05-09 rheinische post on d-52. 'paintografie':
'Fotokunst mischt sich mit Malerei'

  [...] Seit der Erfindung der Fotografie 1839 kam es immer wieder zu wechselseitigen Einflüssen der Künste. "Der Impressionismus entwickelte sich erst durch die Fotografie, die in der Lage war, dem Moment festzuhalten", sagt Sabine Rolli, die zusammen mit Bianca Bocatius den Kunstraum d-52 organisiert. Maler hätten den Foto-Stil kopiert. "Die Bildkomposition beim Impressionismus zeigte erstmals Motive wie Foto-Schnappschüsse." Ab Samstag zeigt eine Ausstellung im Kunstraum d-52, wie sich Malerei oder Fotografie noch immer gegenseitig beeinflussen.

Sven Piayda zeigt eine Auswahl von Arbeiten der vergangenen Jahre. Piaydas Werke loten die Grenzen der klassischen Fotografie aus und haben - ähnlich wie die Malerei als Kunstrichtung - keinen dokumentarischen Abbildungscharakter. Zwar wecken einige Arbeiten den Anschein von klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie, sie sind jedoch digital entstanden. Piaydas Bilder beziehen sich auf Fotografie und Malerei der jüngeren Kunstgeschichte. [...]

d-52. raum für zeitgenössische kunst
Rather Straße 52
40476 Düsseldorf

d-52.de


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2012-12-08 labkultur.tv on sven piayda: 'Die Doppelbödigkeit im Bild'
  labkultur.tv has published a new article on sven piayda and his work. the interview was done by sandra anni lang in summer at the anyway and features a lot of links for further research. have a look, available on the net and as captured site.

read the full article here:

labkultur.tv site
captured site


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2012-08-23 frankfurter allgemeine zeitung on 'klang' at künstlerverein walkmühle in wiesbaden featuring 'bass' by sven piayda
  the FAZ reports the exhibition focussing on sound in fine arts. author marc peschke reports on the range of exhibited works, also on sven piayda´s work 'bass':

read the full article here:

captured site

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2012-06-13 perisphere reports on sven piayda 'the promise of absence' at galerie143 in dortmund
  Seit dem 12. Mai zeigt die Galerie143 in der Rheinischen Straße in Dortmund Arbeiten des Medienkünstlers Sven Piayda. Die Einzelausstellung, welche primär schwarzweiße Fotografien und Videoinstallationen präsentiert, ist voll digitaler Manipulation und komplexer Versweise. Was auf den ersten Blick banal anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als doppelbödiges Verwirrspiel.

read the full article here:

perisphere site
captured site


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2012-05-12 melanie schäfer on sven piayda 'the promise of absence' at galerie143 in dortmund
  Warum ist nicht alles so eindeutig, wie es erscheint? Mit dieser Frage fühlt man sich als Betrachter unwiderruflich konfrontiert, sobald man mit den Werken des Foto- und Videokünstlers Sven Piayda in Berührung kommt.

Der Essener hat es sich zur Aufgabe gemacht mit seiner Arbeit an das Misstrauen in einem selbst und gegenüber Kunst zu appellieren und setzt daher auf Manipulation, Inszenierung und Generierung. Bei vielen seiner Werke dürfe man sich "als Betrachter hochgenommen fühlen", sagt der 35- Jährige, weil immer irgendetwas fehle oder absolut nicht in die eigentlich festgehaltene Situation gehöre.

So kann man sich zwar sicher sein, dass Piaydas Bilder immer in irgendeiner Form nachträglich bearbeitet sind, aber in welchem Ausmaß dies geschehen ist, schwankt von einer Arbeit zur nächsten und ist ein Punkt, über den der Betrachter selbst sinnieren muss. Denn auf den ersten Blick wirken die Motive oft nicht manipuliert oder neu zusammengesetzt.

"Ich versuche das jeweilige Medium zu reflektieren und zu zeigen, was es kann und was nicht.", erklärt der Künstler, der an der Universität Duisburg- Essen Gestaltungstechnik studiert hat. Fotografie stelle bei ihm oft nicht einen Zustand dar, wie es normalerweise der Fall ist, sondern vereine mehrere Zeiträume. So bekommt eine nächtliche Straße zum Beispiel einen strahlend blauen Taghimmel oder auch andersherum.

Meist sind seine Fotoarbeiten in Schwarz-Weiß gehalten, aber das Versprechen, dass dadurch Realität entstehe, sei gelogen. "Kunst ist unglaublich laut geworden.", weiß Piayda zu berichten, " Sie muss immer bunter, abstruser und schockierender werden, um gehört zu werden." Seine Arbeiten sehe er als eine Art Gegenentwurf.

Sein Anspruch sei es, die Menschen zum Hinterfragen der Medien anzuregen, die oft zu autoritär dafür seien und Kunst zu schaffen, welche Unterhaltung für eine breite Masse, aber auch gleichzeitig Stoff für tieferes Hineindenken bietet.

Dass Sven Piayda das gelingt, beweist seine Ausstellung "The Promise of Absence", in der Fotoarbeiten und Videoinstallationen der vergangenen Jahre gezeigt werden.
www.svenpiayda.com


- Melanie Schäfer
(Mai 2012)

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2012-05-14 innenstadt ostblog on sven piayda 'the promise of absence' at galerie143 in dortmund
  Vom 12. Mai bis zum 28. Juni 2012 zeigt die Galerie 143 an der Rheinischen Straße Arbeiten von Sven Piayda. Der Medienkünstler zeigt mehrere Schwarz-Weiß-Fotografien sowie drei Videos, die als Installationen konzipiert sind.

Was ist real, was ist ein Fake? Mit der Erfindung der digitalen Fotografie und computergestützten Bildbearbeitung ist es einfach geworden, Realität zu erfinden oder der Realität etwas nachzuhelfen. Auch Piayda arbeitet mit diesem Stilmittel. So ist beispielsweise eine Strandszene mit Boje, Segelboot und spielendem Kind zu sehen, was in der Wirklichkeit aber nie so stattgefunden hat, denn das Gesamtbild stammt aus verschiedenen Quellen.

Auch Bilder von nahezu perfekten und idyllischen Landschaften stellen sich im Nachhinein als ureigenste Schöpfung Piaydas aus. Damit möchte der Künstler durchaus medienkritische Motive verfolgen: Dem Bild generell misstrauisch gegenüberzustehen.

Verstärkt werden die Arbeiten Piaydas noch dadurch, dass der Künstler bewusst seinen Bildern die Farben entzieht. So soll die Authentizität, Wahrheit und Wiedergabe von Realität betont werden.

galerie143 Simone Czech (M.A.)
Rheinische Straße 143
44147 Dortmund
Tel.: 0163 7847743

E-Mail: info@galerie143.de
URL: galerie143.de

Öffnungszeiten
Freitag & Samstag 16 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung

- Michael Lemken
(innenstadt ostblog, Mai 2012)
http://innenstadt-ostblog.de/
2012/05/das-spiel-mit-der-manipulation/


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2012-05-02 the may issue of coolibri on
sven piayda 'the promise of absence' at galerie143 in dortmund

  Was auf den ersten Blick banal und simpel wirkt, offenbart sich bei näherem Hinsehen als wesentlich komplexer. So in etwa könnte man die Fotografien von Sven Piayda charakterisieren, der vom 12.05. bis 29.07. eine Auswahl von primär schwarzweißen Foto- und Videoarbeiten in der galerie143 an der Dortmunder Rheinischen Straße zeigt. Piayda geht es um den individuellen Zugang des Betrachters zu seinen Bildern, nicht darum, wie sie entstanden sind. Was natürlich auch bedeutet, dass dieser Zugang vom Künstler gehörig manipuliert werden kann… svenpiayda.com, galerie143.de

- Bettina Brakelmann
(Coolibri, Mai 2012)

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2011-10-26 westfälische rundschau on sohle 1 'tischsitten':
der tisch als hauptdarsteller - eine ungewöhnliche, anspruchsvolle und trotzdem heitere ausstellung in bergkamens städtischer galerie "sohle 1"
  der tisch als hauptdarsteller - eine ungewöhnliche, anspruchsvolle und trotzdem heitere ausstellung in bergkamens städtischer galerie "sohle 1"

[...] eine lustige arbeit zum anderen is sven piaydas "table dance", die videoprojection eines runden tischchens, das im windzug keck und rhythmisch seine rote lacktischdecke tanzen lässt. [...]
- rolf pfeiffer

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2011-06-15 sven piayda interview in coolibri blogbird:
Junge Künstler aus NRW im Portrait #10: Sven Piayda

  Wenn Sven Piayda von seinen Streifzügen durch das Ruhrgebiet oder die Benelux-Länder zurückkehrt, fängt für den Foto- und Video-Künstler die Arbeit oft erst so richtig an. Im Interview berichtet der Essener vom eigenen Anspruch, kommerziellen Nachteilen gegenüber “klassischer” Kunst, temporärer Bewusstlosigkeit und einem überraschenden Luxusproblem seiner Heimatregion. [...]
— michael blatt

read the full article here:

coolibri blogbird site
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2011-05-01 kevin winterberg in digital kunstrasen magazine #031
on AESTATE´s CARBONIZED (review)
  the current issue of the magazine of the bochum/luxembourg based netlabel digital kunstrasen features a new article on AESTATE. kevin winterberg reviews the new album CARBONIZED, even track by track. have a look yourself at the article and the full magazine. dowonload it as pdf for free fom the digital kunstrasen website, or go there directly by clicking here:


AESTATE, das ambitionierte Electro-Duo, dessen experimentelle Musik man lieber selber anhören sollte statt darüber eine Kritik zu lesen, hat nun nach langer Wartezeit, die aber mit vielen fanfreundlichen Veröffentlichungen wie Gratis-EPs und Remix-Alben elegant überbrückt wurde, ihr drittes Album CARBONIZED veröffentlicht. Im Nachfolgenden werden die fat 80 Minuten Spielzeit Track by Track besprochen.

read winterberg´s full review over here.

digital kunstrasen
digitalkunstrasen.net


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2011-04-20 NRZ on EGGXPO: Höllenhund und Terminator
  [...] Bei den Fotos und den Videos, die Sven Piayda zeigt, stimmt auf den ersten Blick etwas nicht, Hier ist eine Nachtszene unter Mittagshimmel zu sehen, dort herrscht unter dem Nachthimmel der normale Arbeitsalltag. Und der grüße Metallring hat auf einem anderen Foto auch keinen normalen Weg neben das Haus gefunden. Die Bilder sind digital bearbeitet. Wie weit kann man Fotos, die als dokumentierendes gelten, überhaupt noch trauen? Diese alte Frage, stellt sich im digitalen Zeitalter umso drängender. Piayda hat auch einen Strauß Blumen fotografiert Auch hier bricht er die Erwartungen. Die Rosen verlieren nicht ihre Blüten, sondern das Bild verliert immer weiter an Qualität, Streifen durchziehen es und es wird unscharf, so dass es fast an ein Bild von Gerhard Richter erinnert. [...]


[...] Gleich daneben hängt eine Stickerei von Michaela Best, die auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen ist. Mit dieser alten Kunst möchte sie Modernes aus dem Medienzeitalter abbilden, wie das inzwischen auch verschwundene Pausenzeichen zum Programmschluss oder Ausschnitte aus bunten Grafiken, die im Computer bei Musik entstehen. [...]

article by steffen tost
have a look at the original articles over here

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2010-06-21 gunwalt blog on roses (after richter)
  photographer and author guntram walter has put an article on piayda´s work on his blog:

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose hat Gertrud Stein gesagt!? Ist sie aber nicht! Das Beständige und Schöne, das zwar ein Bild, ein Foto, eine Erinnerung festhalten kann, unterliegt im Zeitalter der Technik einer mechanischen Abnutzung. Sven Piayda nennt deswegen sein Video, das genau diesen Prozeß beschreibt “Roses (AFTER RICHTER)”; zu sehen vom 26.06.2010 – 04.07.2010 im Museum Burg Horn, Burgstraße 13, 32805 Horn-Bad Meinberg.

have a look at the original article over here
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2010-05-05 new digital kunstrasen mag review on superflat and patch
  our favorite netlabel digital kunstrasen has put out the new issue (#025) of their magazine today. next to different interesting interviews, articles and portraits the mag comes up with a review on "SUPREFLAT" and it´s remixed offspring "PATCH".

"[...] Die Tracks sind durchdachte, spannend arrangiert und besitzen durchweg die Intelligenz, die guter Electro braucht, um nicht belanglos oder fu¨r den Hintergrund zu sein - "Superflat" ist hierbei sogar über eine Stunde lang. Sound- und stilmäßig kann man problemlos Autechre als Referenz herbeiziehen und wer "Dominion Empire" mochte wird das Album des Duos lieben. [...]"

additionally it also contains the beautifully designed PATCH advert again. download the issue from www.digitalkunstrasen.net or directly from here
.

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2010-04-19 sven piayda article and AESTATE graphics in digital kunstrasen 5th anniversary magazine
  you will find an article by sven piayda in the special 5th anniversary issue 2010 of the DIGITALKUNSTRASEN.NET MAGAZIN (SONDERAUSGABE: 5 JAHRE DK).

"Obwohl man sich sogar schon im Mainstream so gut wie einig ist, dass mit konservierter Musik kaum noch Geld zu verdienen ist, bleibt der Deal mit einem Label, egal wie klein, der Ritterschlag für produzierende Künstler. Dabei scheint das WWW längst den Mittelsmann, sprich das Label, überflüssig gemacht zu haben; das Netz schafft flache Hierarchien und vermeintlich demokratische Erfolge. Das Gute dabei: Jeder kann mitmachen! Das Schlechte dabei: Jeder kann mitmachen! (...)"
read the full article and the interview in the magazin:

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2010-01-09 sven piayda interview on AESTATE in digital kunstrasen magazine
  you will find an interview with sven piayda in the january 2010 issue of the DIGITALKUNSTRASEN.NET MAGAZIN (JANUARY #23). it is the first time of an interview concerning AESTATE, so the DKN MAG decided on a big article featuring the uncut interview and many photographs and illustrations.

"Electronica-Acts gibt es viele... gute Electronica-Acts auch...und AETSTATE sind definitiv eines der besten deutschen Duos. Progression ist wohl das Hauptelement der beiden Musiker, und so klingt jeder Song zwar eindeutig nach AESTATE, hat aber immer neue und wechselnde Referenzen, Einflüsse und hörbare Ideen und Herangehensweisen."
read the full article and the interview in the magazin:

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2009-11-02 THE SENARY PROCESS reviewed in november issue of coolibri
 sven piayda | the senary process
CD / Mp3 / Zany Music / www.svenpiayda.com

Seit 1999 ist der Gelsenkirchener Sven Piayda als äußerst umtriebiger Musiker/Videokünstler/Fotograf/DJ unterwegs und veröffentlicht mal audiovisuelle Electronica-Experimente mit seinem Projekt Aestate, mal Metal-Gefrickel mit The Flamma Piayda Complex und mal einen Mix aus allem als Solokünstler und Soundtüftler Sven Piayda. Mit THE SENARY PROCESS erscheint nun sein mittlerweile sechstes Soloalbum, das Rock, grungige Elemente, elektronische Einflüsse und Indiepop mischt. Handwerklich sehr gut umgesetzt, machen die zehn Tracks Lust auf mehr - es lohnt sich, Augen und Ohren nach einer der raren Live-Performances offen zu halten.
(sven halen)
svenpiayda.com

http://www.coolibri.de


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2009-08-18 AESTATEvisual exhibition on press

Hintergrund der Ausstellung ist die visuelle Arbeit von AESTATE wie Cover- und Website-Design, Musikvideo und Live-Visuals. Aus dieser Arbeit ergab sich der künstlerische Ableger namens AESTATEvisual, in welchem neben Huff und Piayda weitere Künstler das visuelle Konzept ausbauen. Dieses rein visuelle Werk umfasst große computergenerierte Bilder sowie Nadelmalerei (Michaela Best) und Videoinstallation (z.T. in Kollaboration mit Jay Hammes und Anna Dannert). Die Gemeinsamkeit der Arbeiten liegt in den durch Vektoren definierten grafischen (Ober-)Flächen, deren Konstruktion, Permutation und Dekonstruktion. Den Weg in die Realität finden diese Vektoren als Fäden in den Stickerein.
AESTATE
Mit ihren kompromisslosen audiovisuellen Transformationen positionieren sich AESTATE zwischen Kunst und Club, Kultur und Party. Chris Huff und Sven Piayda gründeten das Projekt 2006 und produzierten seitdem zwei Alben sowie eine Live-DVD. Sie arbeiten jedoch schon seit 2002 an gemeinsamen Projekten und schöpfen aus einem großen Pool von Stilen und Einflüssen, welche sie bei AESTATE komplex miteinander verweben. Stilistisch werden AESTATE oft als Electronica oder IDM bezeichnet, wobei ihr Sound stetig wandelnd neben abstrakten Grooves auch technoide Geradlinigkeit hervorbringt. Huff und Piayda begreifen den eigenen Sound als universell und generativ.

www.ruhrgebiet-fuer-lau.de

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2009-06-11 Eichbaumoper Premierenfeier mit AESTATE

24.6. Premierenfeier mit Aestate
Electronic, Experimental, Intelligent Dance Musik and Visuals
Nach ihrem Gastspiel bei der Eröffnung der Opernbauhütte zur temporären Kunsthalle kommen Essen´s Ausnahme-Elektroniker nun zurück: AESTATE spielen ihr audiovisuelles Live-Set im Anschluß an die Premiere der Eichbaumoper am 24.06.09 und schlagen den Bogen zwischen Club und Kultur, Architektur und Kunst. Dabei paßt ihre Performance perfekt an diesen Ort, ähnlich der Opernbauhütte unterliegen auch ihre Musik und Visuals der ständigen Transformation.

1.7. Als große Freunde des Projekts bedanken sie sich AESTATE mit einem HDJ SET.

www.eichbaumoper.de

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2009-01-29 AESTATE´s superflat reviewed in february issue of coolibri
 Aestate | Superflat
CD / Mp3 / Zany Music / www.aestate-online.com

Wie viele Bands beten täglich ihr Mantra von "Wir passen in keine Schublade!" runter, und auf wie wenige trifft das tatsächlich zu! Im Elektroschrank gehören Aestate in jedem Fall in diese übersichtliche Schublade, in der sich ansonsten vielleicht noch Acts wie Aphex Twin, Goregonzola oder Mouse On Mars tummeln. Die beiden Essener Chris Huff und Sven Piayda experimentieren auf ihrer aktuellen Scheibe SUPERFLAT auf der Basis von elektronischen Beats mit Soundscapes und Samplesplittern, flirten mit Loops und Melodien, ohne dabei allzu gefällig zu wergen. Ein Brett aus intelligenter Tanzmusik. (sven halen)
myspace.com/aestate
http://www.coolibri.de



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2008-09-15 AUDIODIGITALE 08 – Festival für elektronische Musik und Visual Arts
 Live-Performances, DJs, Vjs
DJ ZIPO | JIM PERMANENT | ISMAEL PINKLER | THE SIGHT BELOW | AESTATE

Eintritt frei, (inkl. Besuch der Ausstellung „ Anna Kournikova Deleted By Memeright Trusted System - Kunst im Zeitalter des Geistigen Eigentums“)

Das neue Festival Audiodigitale präsentiert elektronische Musik und VJ-Performances in zwei aussergewöhnlichen Konzertabenden am 17. und 18.10. ab 20 Uhr in der Dortmunder PhoenixHalle.

Zeitgleich zum Abschlusswochenende der aktuellen Ausstellung des Hartware MedienKunstVereins, soll der Konzertraum mit Videoprojektionen auf vier Wänden und einer quadrophonischen Beschallung zu einen außergewöhnlichen audiovisuellen Aufführungsort werden. Den Auftakt macht am Freitagabend DJ Zipo vom Magazin Auf Abwegen aus Köln mit einer Mischung aus fernen elektronischen Klängen und abstrakten Technofragmenten. Ihm folgt der Dortmunder Jim Permanent (aka Jim Campbell) mit den eigenwilligen Klangwelten seiner modifizierten Kassettenrecorder. Der junge Argentinier Ismael Pinkler wiederum zählt zu einer Gruppe neuer Produzenten aus Südamerika, die sich organischen Ambientsounds verschrieben haben, die man auch im Umfeld von Kompakt und Traumschallplaten vermuten könnte.

Hinter dem mysteriösen Projekt The Sight Below versteckt sich ein international renommierter Musiker aus Seattle der sich selbst lieber im Hintergrund seiner klangvollen schwerelosen Sounds und effektvollen Videokunstarbeiten bewegt. Den Abschluss des Abends bilden dann die Essener Elektronikfrickler Aestate.

Am Samstagabend erwarten den Besucher weitere klangvolle Acts! Zusätzlich lädt das Festival am Freitag und Samstagnachmittag zu spannenden Workshops ins domicil. Der Eintritt zu den Konzerten, den Workshops und der Ausstellung ist frei! Weitere Infos zum Programm und zur Workshop-Anmeldung finden sich unter www.audiodigitale.de

Timetable
FR. 17.10. AUDIODIGITALE 08 (Part I) Beginn: 20:00 - 01:00 Live-Performances, DJs, Vjs DJ ZIPO (Auf Abwegen, Köln) JIM PERMANENT aka JIM CAMPBELL (Baender Bender, DO) ISMAEL PINKLER (Argentinien) THE SIGHT BELOW (Ghostly International, USA) AESTATE (Essen) Ort: PHOENIX Halle, Hochofenstr. / Rombergstr. , Dortmund-Hörde Eintritt frei, (inkl. Besuch der Ausstellung „Anna Kournikova Deleted By Memeright Trusted System - Kunst im Zeitalter des Geistigen Eigentums“)

SA. 18.10. AUDIODIGITALE 08 (Part II) Beginn: 20:00 - 01:00 Live-Performances, DJs, Vjs DJ SEGMENT (Genesungswerk, DO) MARTIN DONATH & RENÉ FINKEN (Stadtgrün, Köln) KRILL.MINIMA & VJ NICOLAI KONSTANTINOVIC (Oktaf, DO) DIGITALVEREIN (Dalaki, Thinner, DO) IMPULSKONTROLLE VJ-TEAM Ort: PHOENIX Halle, Hochofenstr. / Rombergstr. , Dortmund-Hörde Eintritt frei, (inkl. Besuch der Ausstellung „Anna Kournikova Deleted By Memeright Trusted System - Kunst im Zeitalter des Geistigen Eigentums“)

AUDIODIGITALE 2008

audiodigitale @ virtualnights
audiodigitale @ myspace

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2007-06-20 the ruhr nachrichten on EU: Electric Unity knüpft ein Netzwerk
 Es geht um Emotionen, um Energie und um das gewisse Kribbeln bei Live-Konzerten - und dennoch geht es um elektronische Musik. Die gerade gegründete Vereinigung Electric Unity mit Sitz in Dortmund will verschiedene Bausteine der elektronischen Musik mit Live-Elementen verbinden und in der Region platzieren.
Die Idee entstand 2006 und Electric Unity hat sich auf die Fahnen geschrieben, Newcomer im Elektro-Bereich zu fördern und zu unterstützen und dabei vor allem einen Schwerpunkt auf Live-Acts zu legen. Die Initiatoren und DJs Alex Terzakis, Thorsten Gumball, Sven Piayda wollen den längst fälligen Brückenschlag zwischen DJ-Sets und Live Elementen in den Musikfarben House, Techno, Elektro Pop und Space Jazz schlagen. Dabei sollen auch weitere, eher unübliche Musikrichtungen den elektronischen Part live begleiten - wie z.B. Rock-Gitarren.
Netzwerkgedanke
Der Dortmunder Alex Terzakis legt besonderen Wert auf den Netzwerkgedanken. Zum einen will er dem gängigen Konkurrenzdenken in der Szene entgegenwirken und den Zusammenhalt fördern. Zum anderen möchte er mit seinen Partnern die vielen Facetten der elektronischen Musik darstellen, was über die Internetplattform kommuniziert und bei Partys zelebriert werden soll.
Partyreihe
Mittlerweile gehören viele DJs aus der Region zum Netwerk und es wird gerade die Release Party der Electric Unity für den Spätsommer 2007 geplant. Diese soll dann der Auftakt zu einer Partyreihe sein, die an Orten stattfindet, die eher den Underground Charakter elektronischer Bands spiegelt. Selbst ein eigenes Label und eine CD sind angedacht. Als nächstes ist beim Juicy Beats am 28.7 im Westfalenpark ein Set der DJs von Factor-4 zu erleben und vielleicht auch bei der Love Parade 2008 in Dortmund.
info@electric-unity.com >> www.electric-unity.com

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2006-11-07 the westdeutsch allgemeine zeitung on sven piayda´s euphoria
 "Euphoria" nennt er sein neues, viertes Album, euphorisch wird er, wenn er über Musik, Kunst und Gitarren spricht: Der Gelsenkirchener Sven Piayda, 28 Jahre alt, wandelte parallel zu seinem Engagement als eine Hälfte der Avantgarde-Pop-Formation "Dissident(en) Club" wieder einmal auf Solopfaden. Der vielseitige Künstler, der u.a. in Krefeld digitale Fotographie unterrichtet, kam früh zur Musik, auch wenn er seinen eigenen Weg erst finden musste. "Als ich sechs Jahre alt war, entdeckte ich bei meiner Tante eine Gitarre und bekam fortan zehn Jahre lang klassischen Unterricht. In dem Bereich war ich allerdings kein überragender Schüler", erinnert sich Piayda heute schmunzelnd. Über die Beschäftigung mit der Gruppe "Queen" fand der Musiker dann zur E-Gitarre. "Der spezifische Brian May-Sound hat mich schon sehr geprägt, das hört man auch. Als ich 1992 das letzte reguläre Queen-Album "Innuendo" hörte, war das ein magischer Moment." Weitere Einflüsse kommen vom "Extreme"-Gitarristen Nuno Bettencourt. Nachdem Sven in der Schülerband "No Naim" erste Erfahrungen mit Coverversionen von Queen und Guns'n'Roses sammelte, entwickelte er sich bald zum Solokünstler und nahm 1995 das erste Tape mit eigenen, damals noch instrumentalen, Kompositionen auf. "Aber eigentlich wollte ich Songs haben. Zwar sehe ich mich primär als Gitarrist, aber ich habe nie die richtigen Leute gefunden." Die Konsequenz hieß: Selbst ist der Mann. Auf der Acht-Spur-Maschine eines Bekannten nahm Piayda 1999 das erste Soloalbum "Portrait" auf, das bereits alle Elemente enthielt, die auch seine weiteren Werke charakterisieren: Musik, Texte, Arrangements, Programmings sowie alle Instrumente und Gesangslinien kommen von ihm selbst, gelegentlich holt er sich Gastmusiker ins Studio. "Das sind dann ganz gezielt gesetzte Farbtupfer." Sven Piayda ist nicht der Typ, der mit Notenpapier komponiert. "Wenn ich einen guten Einfall habe, mache ich ein Programming und lasse das Stück reifen. Wenn ich das Gefühl habe, genug Material gesammelt zu haben, setze ich mich konzentriert über einen bestimmten Zeitraum ins Studio und nehme die neuen Songs auf." Die Texte kommen generell nach der Komposition. So war auch der Arbeitsprozeß beim aktuellen Werk "Euphoria", das alle charakteristischen Merkmale von Sven Piaydas schon recht ausgeprägtem Stil aufweist: Griffige Gitarrenriffs kombiniert mit elaborierten Synthesizerklängen. Die meisten Songs entwickeln sich aus einem Grundmotiv, wie einer Baßlinie oder einer Harmoniefolge. Das führt oft zu spannenden Kompositionen, die nicht selten die Fünf-Minuten-Grenze überschreiten, kann manchmal aber auch recht statisch wirken, besonders, wenn sich die Musik (selten) in elektronischen Spielereien verliert. Trotzdem finden sich auf dem neuen Silberling, der zehn Songs mit einer satten Spielzeit von über 66 Minuten enthält, etliche hitverdächtige Nummern wie "Scandinavian", "Vertigo", "You should be dancing" oder der lange, aber nicht langweilige Schlußtrack "Holy anger", der durch brillante Gitarrensoli besticht. "Ich mag es, wenn verschiedene Elemente, wie der statische Ablauf und sehr lebendige Gitarren, miteinander verschmelzen", sagt der Musiker. "Der Sound ist mir sehr wichtig." Ein wichtiger Einfluß für seine kompositorische Arbeit sei Björk. "Diese Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, die Tatsache, daß jedes Lied eine Klangwelt für sich ist und andere Instrumente je nach Bedarf zum Einsatz kommen, das versuche ich auch in meiner Musik umzusetzen", erklärt Piayda. "Euphoria" ist über die Homepage http://www.svenpiayda.com erhältlich, dort gibt es auch die digitale Single "Scandinavian" samt zugehörigem Video zum kostenlosen Download.
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2006-06-06 Dirk Wienecke (o-livro.de):
smith and piayda: 10 years of collision/collaboration
 

Mitte der 90er Jahre trafen sich an einem Ort, in dem es – wenn man dem Namen des Ortes Glauben schenkt – feuchte Kirchen gibt, zwei junge Männer. Ich glaube, ihre Geschichte inzwischen so gut zu kennen, dass es mir erlaubt ist, zu sagen, dass sie ziemlich unterschiedlich waren. Aber sie teilten zwei Leidenschaften: Sie spielten mit Begeisterung Gitarre und sie hatten beide eine Schwäche für die Musik von Queen. So trafen sie sich, spielten Cover-Versionen ein und feilten an ihren eigenen, ersten Songs. Es gibt eine ganze Kiste mit Kassetten und Aufnahmen aus dieser Zeit, die bis heute nur ein kleiner, ein viel zu kleiner Kreis zu hören bekommen hat. Darunter solche Perlen wie das Cover des Queen-Klassikers "Breakthru" und die sehr eigensinnige Adaption von Björks "Jóga". Der wunderbar skurrile und durchgeknallte "McBeth-Song" gehört noch heute zu meinen absoluten Favoriten. Aber auch erste Demo-Versionen von Songs, die uns später auf den Solo-Alben von Sven wieder begegneten, oder die Klassiker von Mr. Smith wie "Belladonic Haze" oder "Destiny" zählen dazu.

Diese ersten "Smith & Piayda Sessions" sind inzwischen Legende. Die Beiden können auf eine musikalische Zusammenarbeit zurückblicken, die, obgleich eher von episodischem Charakter, inzwischen mehr als zehn Jahre andauert. Um drei Sven-Alben wurde seitdem meine CD-Sammlung bereichert und zahlreiche andere Projekte wie der Dissidenten Club oder Sellafield zeugen von der ungebrochenen Kreativität, mit der Sven seine musikalischen Ideen verwirklicht. Die "Smith & Piayda Sessions" sind unterdessen zu einem Ereignis mit Seltenheitswert geworden, was bedauerlich ist angesichts der Qualität der Aufnahmen, die bei diesen selten gewordenen Treffen zustande kommen. Sven hat dabei in den letzten Jahren immer mehr die Rolle des Produzenten und kreativen Beraters eingenommen (ist mein Eindruck) und zweifellos sind es seine musikalische Profession und sein technisches Know-how, die den Aufnahmen von Mr. Smith zu Gute kommen. Die Zusammenarbeit ist nicht einfacher geworden. Der musikalische Hintergrund der beiden Musiker hat sich verändert. Aber vielleicht ist es gerade diese Unterschiedlichkeit, diese unterschiedlichen Blickwinkel, die diese Sessions so interessant machen und kreative Wechselwirkungen schaffen.

Mr. Smith konzentriert sich weiterhin sehr stark auf das klassische Songwriting. Aber auch er hat sich verändert. Zunehmend sind es deutsche Texte, zu denen er seine Musik schreibt und wahrscheinlich bin ich zu einem nicht unbeträchtlichen Maße schuld daran. Alles begann 2002 mit der Vertonung eines kleinen, verrückten, fiktionalen Liebesgedichtes mit dem Titel "Grüne Haare", das von mir stammt und das Smith & Piayda gleich in zwei unterschiedlichen Versionen aufnahmen. Es schmeichelt dem Ego eines Dichters ungeheuer, wenn diese kleinen, nackten Texte, die er aus seinem Hirn gewrungen und in die Welt gesetzt hat, plötzlich in den edlen Gewändern der Musik die Bühne betreten. Diese erste Vertonung zählt auf jeden Fall zu den schönsten Geschenken, die ich je bekommen habe. Es folgten weitere: "Das Schweigen", "Sei still", "Im Eis" und "Burn it away". Von dem letzteren Lied gibt es eine verdammt geniale Aufnahme, die ihr euch hier im Sven-Net-Radio unbedingt mal anhören müsst. Es kommt mir ein bisschen so vor, als wäre ich in den letzten Jahren bei den "Smith & Piayda Sessions" so etwas wie der unsichtbare Dritte gewesen.

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2005-06-23 the westdeutsch allgemeine zeitung on "dissident(en) club"

 

ommmmm... die ruhe weg hat der "dissident(en) club", denn das neue album ist fertig, und ein gig steht auch morgen an.
texte und lieder für den moment

dissident(en) club: album und konzert

nur gut ein jahr nach dem cd-erstling "gift" legt die band "dissident(en) club" bereits den zweiten longplayer nach: ,science fiction" ist seit montag erhältlich. morgen spielen die jungs live im cafe "rosamunde".

mit einer gesamtlaufzeit von 45 minuten sind die neuen songs nicht nur kürzer geraten, sondern auch deutlich poppiger, sind sich die "dissidenten" herpes gugushi (23), holy (28) und sven piayda (27) einig. "das war nicht geplant, aber es hat sich ganz logisch so ergeben", meint gugushi.
seit august 2004 bastelten die musiker am zweiten album. anfang des jahres waren die songs geschrieben, dann begann im heimstudio die heiße phase aus aufnahmen und abmischung. "wir haben viel dazugelernt, die arbeit ging besser von der hand", sagt holy. sven ergänzt: "der sound wirkt insgesamt homogener."
herpes gugushi betont, dass songtexte für jeden etwas anderes bedeuten können und sollen_deswegen halte ich die lyrics gerne offen, zumal musik sowieso viel tiefer geht als text." thematisch geht es um das heute, um den moment.
beim gig morgen abend im "rosamunde" (ecke franz bielefeld-/liebfrauenstraße) stellt der "dissident(en) club" das neue album vor, spielt aber auch songs aus dem vorgänger.
beginn ist 21 uhr, der eintritt ist frei.
,,science fiction" ist ab sofort für 10 euro auf der homepage http://www.dissidentenclub.com erhältlich. dort gibt es auch die single "sonne" als kostenlosen download - inklusive bonustracks und komplettem cover.
sto

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2004-09-26 the buersche zeitung on dissident(en) club (2004-09-10)
 

Experimente in Buer gegen Horgewohnheiten,
SAMSTAG: "Dissident(en) Club"' spielt im 466 Musix

Einen seiner seltenen Auftritt absolviert im 466 Musix in Buer das Gelsenkirchener Avantgarde-Pop-Trio "Dissident(en) Club".
"Mir macht vor allem das Arbeiten und das Tüfteln an den Aufnahmen Spaß. Auf-, tritte sind da gar nicht so wichtig", verrät Herpes Gugushi (Gesang und Keyboards), alias Michael Walter. Der Mann mit dem kalauerndem Pseudonym, räumt aber ein, dass die Auftrittsfrequenz der Band derzeit ein wenig zu wünschen übrig lässt. Daran wird sich nach seinen Worten aus zeitlichen Gründen vorläufig wenig ändern. Dabei kann die Band, der auch noch "Holy" alias Stephan Radola (Programming, Mixing und Samples) sowie Sven Piayda (Gitarre, Bass und Gesang) angehören, auf durchaus außergewöhnliche Konzerte zu rückblicken. So hatten sie die Ehre im Frühjahr pünktlich zur Veröffentlichung ihrer ersten CD "Gift" für die Avantgarde-Legende "Einstürzende Neubauten" bei deren Gastspiel in Bielefeld zu eröffnen.

Nicht leicht verdaubar

"Zu diesem Auftritt sind wir eher überraschend gekommen. Ich habe Blixa Bargeld eine E-Mail mit einigen Songs von uns geschickt und er hat uns dann einfach eingeladen dort aufzutreten. Eigentlich unglaublich", erinnert sich Walter noch immer ein wenig überrascht. Auf "Gift" erwartet den Zuhörer kein leicht konsumierbar es Hörfutter. Die Mischung aus Rock, Pop, Ambient, und Industrial-Elementen spricht eher Freunde unkonventioneller Klänge an. Nach "Herpes" Worten will die Band - wie ihr Name schon andeutet - in Opposition gegen eingefahrene Hörgewohnheiten gehen. Gelegentlich verliert sich das Trio aber auch fast in einem sphärischen Klang-Nirwana, wie etwa wie etwa mit dem über neun Minuten langen "Die goldene Zeit". Insgesamt gut gemachte 50 Minuten Musik, die für ein Massenpublikum schwerverdaulich sein dürften. Das experimentierfreudige Debüt hat schon 100 Käufer gefunden. Derweil werkeln die drei im Wohnzimmer schon an der nächsten Scheibe, die wohl nicht vor 2005 erscheinen wird. Dabei spielt der PC eine wichtige Rolle. Den Rechner setzt "Holy" aber auch auf der Bühne ein, zu sehen am Samstag im 466 Musix. -nhs

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2004-04-12 dissidentenclub.com news on trinity
 

Trinity, the new Soloalbum by Sven will be released tomorrow. Click here, to read the press release for trinity and learn more about the record.
Herpes Gugushi, who heard the Album and played Piano for the Track "A better life" says:
"I was very impressed by every Sven-Release so far...but I have to tell you: by all it`s rawness and less production, the new album kick´s ass and is, in my opinion, the best Svenalbum so far..."
A call to all DC-Fans "all-over-the-world": buy it, buy it, buy it...it is worth the money...

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2004-04-05 the waz gelsenkirchen on dissident(en) club (2004-03-26)
 

"Dissident(en) Club" legt erstes Album vor
Premiere als Vorgruppe der "Einstürzenden Neubauten"
Von Mario Stork

Der erste große Auftritt, und dann direkt als Vorgruppe der "Einstürzenden Neubauten" - ein Traumstart, den die Gelsenkirchener Formation "Dissident(en) Club'' hinlegt. Das erste Album ist jetzt erhältlich.
Ganz mutig hatte Herpes Gugushi, Sänger und Songwriter mit gar lustigem Künstlernamen, an Blixa Bargeld, Frontmann der deutschen Alternative-Pioniere, geschrieben. Dem gefielen die Demos, so dass er die junge Band als Supporter für das "Neubauten"-Konzert am Samstag, den 27. März, in Bielefeld engagierte. "Da wächst die Nervosität, wir haben noch nie vor so vielen Leuten gespielt", sagt Gugushi.
Der "Dissident(en) Club" gründete sich vor rund eineinhalb Jahren und legt jetzt sein erstes Studioalbum "Gift" vor. Fans von Bernd Matzkowskis "Nachtschalter"-Reihe kennen die Musik der "Dissidenten" bereits unwissentlich - sie schrieben den Jingle, der am Anfang jeder Veranstaltung eingespielt wird.
Auf der Debütscheibe präsentieren sich Gugushi (Gesang, Keyboards, Samples), Sven Piayda (Gitarre, Bass, Gesang) und das Sound-Mastermind "Holy" als innovative, frische Formation, die verschiedenste Einflüsse aus Rock, Pop, Industrial und Ambient aufnimmt und zu einem eigenen, intelligenten Musikstil verbindet. Der über 50 Minuten lange Silberling enthält rockige Songs mit größtenteils deutschen Texten, die sich durch komplexe Rhythmen und vielschichtige Arrangements vom Mainstream abheben.
"Die Songs liefere manchmal ich, manchmal tüfteln wir aber auch zu dritt herum, bis wir das haben, was wir suchen", sagt Herpes Gugushi, der als Pianist und Komponist einen klassischen Hintergrund hat, "Gift" wurde komplett Stück für Stück im "Wohnzimmerstudio" am PC eingespielt. Das Resultat klingt äußerst professionell und durch die gut gemachte Mischung aus elektronischen Sounds und "echten" Instrumenten sehr spannend.
Erhältlich ist die CD (neben der normalen Version auch in einer limitierten Special Edition mit Remixen und Bonustracks) über die Homepage
www.dissidentenclub.com oder telefonisch über XXXX/XXXXXXX. Besonderes Schmankerl für die ganz Schnellen: Die ersten fünf Anrufer erhalten ein Exemplar gratis!

Mit freundlicher Genehmigung von Mario Stork

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2003-10-12 the weiberschreiber on record of tides
WEIBERSCHREIBER
 

Ja wirklich, es gibt ein neues Projekt von Sven und Jay. Es handelt sich um eine CD mit ruhiger Musik "nur aus selbstgezüchteten Samples", die hundert Prozent SR-kompatibel ist (und das von einem Nicht-Rollenspieler! *gg*)
Diese "Electroplatte" ist maßgeblich von Boards of Canada inspiriert und wird frühestens im Dezember erscheinen (Das Datum steht aber noch nicht fest, die Platte wird noch produziert.)
Nach Gitarren- und Schlagzeugsolos befragt, antwortet ein gut gelauntes Sven: "Der Witz ist ja, daß die Geräusche völlig in den Hintergrund geraten und man nicht genau weiß wo sie herkommen!" Eure Redakteuse sagt nach ersten Kostproben: Klingt gut, ein bißchen stör-rauschig und ist ganz sicher kompatibel. Näheres auf der Chill-out-Seite svenpiayda.com/recordoftides

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2003-06-15 The Weiberschreiber on SHAVED SPACE MONKEY
WEIBERSCHREIBER
 SHAVED SPACE MONKEY
Die neue Platte "The Return of" ist letzte Woche erschienen. Habe mir natürlich sofort ein Exemplar gesichert. Und das habe ich zu berichten:
1. Sie ist babyblau.
2. Man bekommt Zugangscodes für die Memberarea der Homepage (downloads, sag ich nur!)
3. Sie ist, wenn möglich noch besser als die erste. Irgendwie ... spaciger. rasierter! Jaja.
Und es scheint sich nicht mehr ausschließlich nur um Italopop und Beethoven zu handeln. Ist sogar ein bißchen Störrausch-zeug dabei. Wer hätte das gedacht... :) Ein Must für den Sommer. *nicknick*
shavedspacemonkey
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2003-01-16 SVEN on september 2002 issue of szenix
 

an interview and a review are on the still recent issue of szenix, the magazin from ikm-ge. the interview has originally transcripted by alina mori for irish coffee club and svennetv3 and is now featured on paper.

if you are interrested in reading the review you can click here,
for the interview click
here.
these articles are absolutely identic to the printed ones.

the official SzeniX site: here


2003-01-16 SVEN on september 2002 issue of szenix
 

an interview and a review are on the still recent issue of szenix, the magazin from ikm-ge. the interview has originally transcripted by alina mori for irish coffee club and svennetv3 and is now featured on paper.

if you are interrested in reading the review you can click here,
for the interview click
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these articles are absolutely identic to the printed ones.

the official SzeniX site: here


weiberschreiber, 2002-09-06:
 "AHA! Endlich halte ich SVENs neue Platte, "diptych" in Händen. Die ist wohl schon vor längerer Zeit rausgekommen (Im Sommer??), aber das macht ja nix. Jetzt im Herbst ist sie genau richtig. LEider fehlte mir bis jetzt die Muße, sie richtig anzuhören (Und eine SVENplatte erfordert Muße, also kann ich noch nix detaillierteres sagen. Nur soviel: Der Großmeister des melancholischen Spacerocks ist zurück und rockt! Sehr schön! Falls noch jemand anderes Kritiken dazu hat, her damit. Ich hoffe, ich schaffe selbst eine zu schreiben. Auf jeden Fall sage ich jetzt schon (mit einer unauffälligen Handbewegung): "Du willst diese Platte kaufen..." Und es gibt übrigens auch eine neue Homepage, www.svenpiayda.com. Sehr schnittig. Und keineswegs mit Informationen überfüllt. *schiefgrins* "

elmos x, 2001-03-30:
 "sven has long hair and plays fitting music. rock with the demand of art, art with rocking approach...rockart."
www.elmosx.de

o livro, 2001:
 "avandgardistic guitar music"
www.o-livro.de

pott-power, 2000-02-01:
 

"(...) begeisterung machte sich in der redaktion breit, als wir uns die aktuelle cd von sven anhörten. ein durchschlagendes ding, siehe auch cd-kritik. grund genug sich mal näher mit sven zu beschäftigen. also wurde nicht gezögert und den artist zum gespräch eingeladen. portrait enthält songmaterial von 1996 bis 1998. die songs hat sven meist neben seinen anderen band-beschäftigungen geschrieben. angefangen hat er mit klassischem gitarrenunterricht und spielte 1990 in der, wie er sagt "grauenhaften" schülerband "no naim", die der zeit entsprechend guns ´n roses coverten. vom band-feeling aber recht frustriert beschloss er eigene songs zu schreiben. seit 1996 werkelt sven an eigenen stücken, ohne aber an eine cd gedacht zu haben.

die ersten aufnahmen entstanden in heimarbeit auf zwei casetten-recordern. später drängten sich freunde dazu, endlich mal eine "richtige" cd aufzunehmen. herausgekommen ist ein querschnitt von 2 jahren songwriting, aufgenommen auf einer 8-spur mit drumloops als schlagzeuger satz. "portrait" ist für sven eine reflxion seines musikalischen schaffens, die er in erster linie für sich selbst aufgenommen hat. Seine einflüsse zitiert sven mit björk und brian may, seine musikalischen wurzeln reichen auf van halen, faith no more, pantera und alice in chains zurück. sven schafft es jedoch, seinen eigenen stil zwischen "normalen" pop-song und völliger selbständigkeit zu kreieren.

für das jahr 2000 plant sven die live-umsetzung von "portrait". die band nennt sich dann jedoch "apologies". mit dabei ist bisher nur jörg hammes an den drums, andere bandmitglieder werden noch gesucht. außerdem arbeitet sven schon am nachfolger für "portrait", der mitte des jahres erscheinen soll. gedacht ist die platte als ergänzung zu "portrait". man darf also gespannt sein. weiterhin wird in naher zukunft die web-site eröffnet. auf der nicht nur alle informationen zu finden sind, sondern auch als forum für kritik geplant ist. angedacht ist auch ein remix-contest, über den sven aber noch nicht alles verraten will. für die zukunft wünscht sich sven vor allem für die nächste produktion "ein synphonie-orchester im nacken" zu haben. wir dürfen also ge-spannt sein, was in na-her zukunft auf uns zukommen wird. die ersten live-auftritte werden wir natürlich begannt geben." -klo-
www.pott-power.de


bowieart, 2000-12-07:
 "A major difficulty with this one is that the three of us (thethree judges, David Bowie, Gavin Turk and Shez 360) have very different needs when it comes to looking at stuff. For my own part I'm sometimes looking for a sense of disorientation attractively presented. Much like my needs in life, actually. In which case, for me (and I'm not alone here thank goodness), Sven wins hands down. It panders ever so slightly to infancy, leans lightly on lampoon and it's a great re-representation...and in jolly nice bright colours too. Have a cigar Sven." -david bowie
www.bowieart.com

dirk wienecke (o livro / pav2), 2000:
 

"letztens habe ich über alex ein exemplar deiner cd "portrait" erworben [...]. also alles in allem bin ich ziemlich angetan von dieser platte, vor allen dingen hat mich erstaunt, wie professionell die tracks aufgenommen und arrangiert wurden. darüber hinaus ist es sehr bewundernswert, was du auf der gitarre vollbringst, mit welcher geschicklichkeit du dein instrument beherrschst. allerdings fehlt mir die musikalische vorbildung, um das besser zu beurteilen: ich bin halt einfach nur ein musikkonsument. aber als konsument kann ich sagen: die investition hat sich gelohnt. es gibt nur eine kleinigkeit, die ich bemängeln würde: ich finde, daß deine stimme nicht immer so gut herüber kommt. daß sie manchmal ein bißchen zu leise, ein bißchen zu weit im hintergrund ist und daher an manchen stellen ein wenig blaß gegenüber der musik wirkt. aber vielleicht sage ich noch ein bißchen etwas zu den einzelnen tracks:

01. dirt hier finde ich besonders das intro interessant. aber irgendwie hatte ich das gefühl, daß das zwei songs in einem sind. zum ende hin hat mich etwas an diesem song ein wenig an vivid erinnert. ich kann nicht genau sagen, was genau es war.

02. kind von diesem song fand ich besonders den anfang geil: die verzerrte stimme und später der in den vordergrund tretende baß. der mittelteil ging so, aber das gitarrensolo und das ende haben mich wieder mehr angesprochen.

03. beam hier passt alles zusammen! das ist einer meiner lieblingssongs auf der cd. besonders das gitarrensolo mit den hohen tönen und diesem seltsamen effekt hat auf mich gewirkt. schade, daß es zu kurz geraten ist, wie ich finde. einige aspekte von diesem song und von any day haben mich ein wenig an die etwas sanfteren bzw. ausladenden balladen der smashing pumpkins erinnert.

04. maisonette den track finde ich ein wenig schwierig. damit konnte ich ehrlich gesagt nicht soviel anfangen!

05. any day ein weiterer meiner lieblingssongs. nur hatte ich irgendwie das bedürfnis, daß der gesang und das begleitende schlagzeug sich hätten ein bißchen beeilen sollen. das riff rast unter ihnen weg und ist fast doppelt so schnell, aber gerade diese geschwindigkeit gefiel mir. ich bin der meinung: langsame und melancholische songs kann jeder schreiben (außer ich, der ich nichts davon verstehe), aber erst ab moderate und allegro wird es richtig interessant. wie siehst du das?

06. a day at the sea noch ein track, den ich gleich gemocht habe und der mein absoluter lieblingssong, die unumstößlich nr.1 für mich ist! der synthesiser ist ziemlich genial und überhaupt gefällt mir die verbindung von elektronischer und instrumenteller musik sehr gut.

07. tonite tonite tonite ein sehr ausschweifender song!

08. lost in reality dieser track ist ebenfalls einer meiner favoriten. brillant finde ich auch die kontraktion von text und musik, während der text eher beklemmend und alptraumhaft ist, fließt die musik davon unberührt und leicht dahin. das steigert es noch und findet seinen höhepunkt in "... you smile so friendly"! allerdings finde ich den break im song, dieses laute beifallgeräusch, ein bißchen ärgerlich.

bonustrack. erstmal hat mich die lange pause, die in alter grunge-bzw.-indipendent-manier vor dem bonustrack kommt, außerordentlich beeindruckt. dann folgte der song und ich dachte: das klingt nach björk! frage: hat dieser song auch einen namen? ("hyperspace") so! mehr fällt mir nun wirklich nicht dazu ein! ich kann dir nur noch einmal zu dieser cd gratulieren! ich habe sie gehört und für gut befunden: was heißt hier gut? diese cd ist einfach stark!"